Olympia 2018: Causa Russland: US-Dopingjäger wirft IOC Versagen vor

Travis Tygart, Chef der US-Anti-Doping-Agentur (USADA), hat nach der Aufhebung der Urteile gegen 28 russische Athleten durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS scharfe Kritik am Internationalen Olympischen Komitee geübt. Der oberste amerikanische Dopingjäger warf dem IOC vor, im Vorgehen gegen den russischen Staatsdoping-Skandal unzureichend und falsch agiert zu haben.

Travis Tygart, Chef der US-Anti-Doping-Agentur (USADA), hat nach der Aufhebung der Urteile gegen 28 russische Athleten durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS scharfe Kritik am Internationalen Olympischen Komitee geübt. Der oberste amerikanische Dopingjäger warf dem IOC vor, im Vorgehen gegen den russischen Staatsdoping-Skandal unzureichend und falsch agiert zu haben.

"Das Versagen des IOC, den beispiellosen Angriff Russlands auf das Fairplay rasch und entschlossen zu bewältigen, hat das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Werte der olympischen Bewegung untergraben", wird Tygart in einer USADA-Stellungnahme zitiert: "Dutzende Fälle am Vorabend der Olympischen Spiele durch einen Prozess zu prügeln, hat der Gerechtigkeit nicht gedient. Die Integrität der Spiele wurde sabotiert."

Tygart, einst federführend in der Aufarbeitung des Dopingfalls Lance Armstrong forderte ein schnelles Umdenken: "Die ganze Sache stinkt wirklich, der Albtraum für saubere Athleten geht weiter. Das muss sich ändern."

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