Olympia 2018: Biathlon: Silber für Schempp im Massenstart - Fourcade mit Fußspitze vorne

Ausgerechnet ein Fehler beim letzten Schuss hat Julian Eberhard am Sonntag in Pyeongchang die Chance auf seine erste Biathlon-Einzelmedaille geraubt. Der Salzburger musste sich im 15-km-Massenstart-Bewerb mit 30,7 Sekunden Rückstand mit dem sechsten Platz begnügen. Ohne Strafrunde wäre dem starken Läufer Bronze wohl sicher gewesen.

Biathlet Simon Schempp hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Silbermedaille im Massenstart gewonnen. Der Weltmeister aus Uhingen (1 Strafrunde) musste sich nach 15 km im Fotofinish hauchdünn dem französischen Verfolgungs-Olympiasieger Martin Fourcade (2) geschlagen geben, der im Ziel eine Fußspitze Vorsprung hatte. Bronze ging an Sotschi-Sieger Emil Hegle Svendsen (2/+11,2 Sekunden) aus Norwegen. Für Fourcade war es der insgesamt vierte Olympiasieg.

"Als ich im Ziel lag, war ich mir nicht sicher, wer von uns Erster war", sagte der 29 Jahre alte Schempp, der nach Staffel-Silber in Sotschi seine zweite Olympia-Medaille holte: "Ich bin auf der Zielgeraden immer näher gekommen. Wäre es fünf Meter weiter gegangen, hätte es vielleicht gereicht. Aber nichtsdestotrotz bin ich super happy."

Erik Lesser (2/+11,6) verpasste die Bronzemedaille um 0,4 Sekunden und wurde Vierter. Dahinter rundete Benedikt Doll (1/+18,8), der in der Verfolgung Bronze gewonnen hatte, auf dem fünften Platz ein starkes deutsches Ergebnis ab. Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer (+1:00,2 Minuten) landete nach vier Fehlschüssen auf Platz 13.

Einziger deutscher Medaillengewinner im Massenstart war zuvor Michael Greis gewesen, der den Wettbewerb 2006 bei der Olympia-Premiere in Turin gewonnen hatte.

Bester Österreicher war Julian Eberhard als Sechster, Dominik Landertinger wurde 12.

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