Olympia 2018: 169 Russen für Olympia nominiert - Ersatzwettbewerbe für gesperrte Aktive

Russlands Nationales Olympisches Komitee (ROC) hat 169 Aktive seines Landes für die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) unter neutraler Flagge nominiert. Das teilte ROC-Vizepräsident Stanislaw Pozdnjakow am Donnerstag mit.

Russlands Nationales Olympisches Komitee (ROC) hat 169 Aktive seines Landes für die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) unter neutraler Flagge nominiert. Das teilte ROC-Vizepräsident Stanislaw Pozdnjakow am Donnerstag mit.

Seinen Angaben gemäß sei die Nominierung in Abstimmung mit russischen und internationalen Fachverbänden erfolgt. Wieviele Sportler in welchen Disziplinen in Südkorea nach Russlands Ausschluss von Olympia wegen systematischen Staatsdopings als "Olympische Athleten aus Russland" an den Start gehen werden, war zunächst nicht bekannt.

Vor Wochenfrist war die Liste möglicher Olympia-Starter aus Russland laut einer Mitteilung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) noch von 500 auf 389 Aktive reduziert worden. Die Gesamtgröße der Olympia-Delegation aus Russland bezifferte Pozdnjakow auf 340 Personen.

Am Donnerstag veröffentlichte das IOC zudem erstmals die lange Liste der Kriterien, die der Starterlaubnis für "saubere" russische Athleten zu Grunde liegt. Neben Erkenntnissen aus den Berichten des Doping-Sonderermittlers Richard McLaren zum Staatsdoping rund um die Winterspiele 2014 sowie Informationen der Fachverbände werden unter anderem auch alle Doping-Auffälligkeiten betrachtet, welche die Sportler im Laufe ihrer Karriere aufwiesen.

Anzahl an russischen Athleten könnte noch steigen

Ob die Zahl russischer Sportler in Pyeongchang noch weiter anwächst, entscheidet sich in diesen Tagen vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS. Die seit Montag laufenden Berufungsverhandlungen von 39 wegen Dopings gesperrten Aktiven in Lausanne soll am Samstag geschlossen werden. Die Verkündung des Urteils stellte der CAS für den Zeitraum von Dienstag bis Freitag kommender Woche (30. Januar bis 2. Februar) in Aussicht.

Die nominierten Athleten können laut Russlands Sportminister Pawel Kolobkow nunmehr eigenständig über ihre Olympia-Teilnahme entscheiden. Für nicht zu den Olympia-Konkurrenzen zugelassene Athleten aus Russland und ausländische Aktive ohne Olympia-Nominierung will Russland Kolobkows Angaben zufolge während der Winterspiele Ersatzwettbewerbe organisieren.

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