Ohne Renneinsatz: VW plant Präsentation des Polo R WRC

Die 2017er-Version des Volkswagen Polo R WRC soll irgendwann Farbe bekommen


Bevor Volkswagen im November 2016 im Zuge der Abgas-Affäre den Rückzug aus der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) bekanntgab, arbeitete man fieberhaft an der Entwicklung des neuen Polo, der in der WRC-Saison 2017 hätte antreten sollen.

Doch das auf den damals komplett neuen Regeln basierende Auto kam aufgrund des Rückzugs der Marke nie zum Einsatz. Dennoch plant man für die Zukunft die Präsentation eines in voller Spezifikation für die Rallye Monte Carlo 2017 aufgebauten Exemplars.

"Das Auto wird nicht verschwinden und eines Tages werden wir es so zeigen, wie wir es zeigen sollten", sagt Volkswagen-Motorsportdirektor Sven Smeets und begründet mit Verweis auf die im Zebra-Design absolvierten Testfahrten: "Dann können sich die Leute ein richtiges Bild vom Auto machen und müssen sich nicht mit dem Zebra-Design begnügen, denn natürlich kenne alle dieses Auto."

Sebastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen waren bei Volkswagen für die WRC-Saison 2017 als Stammfahrer vorgesehen, bevor sie der Rückzug der Marke dazu zwang, sich neue Arbeitgeber zu suchen. Ogier wurde bei M-Sport fündig und fuhr mit dem Ford Fiesta nach vier mit Volkswagen errungenen WRC-Titeln auf Anhieb zu seinem nächsten WRC-Titel. Latvala dockte bei WRC-Rückkehrer Toyota an. Mikkelsen steht nach einem schwierigen Jahr voller Rückschläge mittlerweile bei Hyundai unter Vertrag.

In diesem Zusammenhang merkt Smeets mit einem Grinsen an: "Vielleicht müssen wir warten, bis einer unserer ehemaligen Fahrer zurücktritt, bevor wir das Auto richtig zeigen können. Gute Dinge wollen schließlich Weile haben." Einen konkreten Zeitplan für die Designpräsentation des 2017er Polo R WRC gibt es bislang nicht.

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