Mit oder ohne Poggenburg: Die AfD-Sachsen-Anhalt bleibt völkisch-nationalistisch

Marco Fieber
Noch Chef der AfD in Sachsen-Anhalt: André Poggenburg

Plötzlich ist alles ganz schnell gegangen. 

Am Mittwoch wurde bekannt, dass die AfD-Fraktion im Landtag ihrem Fraktionschef André Poggenburg das Vertrauen entzogen hatte – schon am 27. Februar.

Nun, am Donnerstag, kündigte der 42-Jährige an, nicht nur den Fraktionsvorsitz, sondern auch den Vorsitz der Landespartei zum Ende des Monats abzutreten

Was nach außen wie eine Revolte gegen Poggenburg aussieht, dürfte intern nur ein laues Lüftchen sein – denn im Grunde genommen bleibt alles beim Alten.

Die Ausgangslage um Poggenburg:

Wie die Deutsche Presseagentur erfuhr, soll die Ursache für die Entscheidung Poggenburgs rassistische Rede beim Politischen Aschermittwoch in Sachsen gewesen sein. 

► Dort hatte er in Deutschland lebende Türken als “Kümmelhändler” und “Kameltreiber” verunglimpft, die in Deutschland “nichts zu suchen und nichts zu melden” hätten.

Wohlgemerkt: Vor Ort in Pirna bekam Poggenburg dafür vom AfD-Publikum Standing Ovations und langanhaltenden Applaus.   

Doch die Äußerungen brachten ihm anschließend neben bundesweiter Empörung auch parteiinterne Kritik ein – und eine einstimmige Abmahnung des Bundesvorstands. 

► Einerseits hätten Kreisverbände vermehrt Austritte und den...

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