Basler nennt EM-Wunschelf - und schlägt Alarm

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Basler nennt EM-Wunschelf - und schlägt Alarm
Basler nennt EM-Wunschelf - und schlägt Alarm

"Ich glaube, wenn Jogi weitergemacht hätte, hätte er die zwei nicht zurückgeholt", glaubt Mario Basler bezüglich Thomas Müller und Mats Hummels.

Der SPORT1-Experte stellt zudem im EM-Doppelpass klar, dass es für beide bei der anstehenden Europameisterschaft nicht einfach wird. Eine Einsatzgarantie sieht er auf keinen Fall. In seiner Wunsch-Elf für das Turnier verzichtet er sogar auf Müller.

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Basler: "Radios schießen keine Tore"

Baslers präferierte Aufstellung liest sich so: Neuer - Süle, Hummels, Rüdiger - Goretzka, Kimmich, Gündogan, Neuhaus - Sané, Havertz, Gnabry

"Thomas Müller ist da, wo ich ihn im Moment sehe, er hat sensationelle anderthalb Jahre gespielt, aber du kannst Sané nicht rauslassen, wenn er sein Potenzial auf den Platz bringt", begründet Basler seine Entscheidung gegen Müller: "Er ist mir über links wichtiger, Müller kann über links gar nicht spielen."

Der 30-malige Nationalspieler macht bei dem derzeitigen Müller-Hype nicht mit: "Jeder sagt, es sei genau richtig gewesen. Aber jeder erwartet von Thomas Müller die Leistung, die er bei Bayern gezeigt hat. So überragend war er gegen Dänemark nicht. Weil es Löws letztes Turnier ist, macht er es für sich. Da hat er sich noch mal Erfahrung reingeholt."

In Anspielung auf "Radio Müller" wird Basler deutlich: "Radios schießen keine Tore."

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Neuhaus "ist ein sehr guter Spieler"

"Serge Gnabry kannst du wegen der Geschwindigkeit nicht rausnehmen und Kai Havertz hat das Champions-League-Tor geschossen. Da gibt es keine Diskussionen, dass der vorne spielen muss", erklärt Basler im EM-Doppelpass: "Gegen Portugal und Frankreich musst du aus einem verstärkten Mittelfeld spielen mit Spielern, die offensiv wie offensiv sehr viel bringen können. Jogi hat gesagt, es gibt keine Stammplatzgarantie. Toni Kroos ist bei mir draußen. Er hat Corona gehabt, du weißt nicht, in welcher körperlichen Verfassung er ist."

Eine kleine Überraschung in Baslers Aufstellung ist Florian Neuhaus. Der SPORT1-Experte ist begeistert von dem 24-Jährigen: "Er hat in Gladbach gezeigt, dass er eine gute Rolle spielen kann. Er ist ein sehr guter Spieler. Nicht umsonst hat auch Bayern München Interesse an ihm. Das hat er gegen Dänemark gezeigt. Für mich gehört er in die Mannschaft."

Beim 1:1 im Test gegen Dänemark erzielte Neuhaus bereits sein zweites Tor für das DFB-Team - im sechsten Spiel. Bei der Generalprobe am Montag gegen Lettland können sich die DFB-Stars zum letzten Mal für die Startelf für das erste EM-Spiel gegen Frankreich empfehlen.

Für das Turnier hat Basler wenig Hoffnung. Er prophezeit sogar ein deutsches Vorrunden-Aus in der Hammer-Gruppe mit Frankreich, Portugal und Ungarn.

Babbel würde auf Müller und Hummels setzen

"Es macht den Anschein, dass Löw mit einer Dreierkette spielen will", erklärt Markus Babbel im EM-Doppelpass. Daher setzt auch er - wie Basler - in seiner Wunsch-Elf auf drei Verteidiger. Er nimmt allerdings eine Änderung vor: anstelle von Niklas Süle sieht er Matthias Ginter.

Babbels Wunsch-Elf in der Übersicht: Neuer - Ginter, Hummels, Rüdiger - Gosens, Goretzka, Can, Kimmich - Werner, Havertz, Müller

"Als Spieler und als Fan spielen für mich in der Nationalmannschaft immer die Besten", erklärt der frühere Nationalspieler und spätere Bundesliga-Trainer im EM-Doppelpass: "Zwei Jahre haben die Jungen Zeit gehabt, sich zu entwickeln. Das haben sie nicht getan. Sie haben es nicht geschafft, auf ein Level zu kommen, sodass du mit einem guten Gefühl in ein Turnier gehst."

Müller und Hummels sieht Babbel in der ersten Elf, allerdings ohne Einsatzgarantie: "Die Jungs haben Topleistungen in ihren Vereinen gebracht. Vielleicht auch, weil sie aussortiert wurden und sie es ihm (Löw) zeigen wollen. Sie waren absolute Leader in ihren Vereinen, da kann ich als Trainer doch nur dankbar sein. Mich würde es nicht wundern, wenn sie spielen, aber ich sehe keinen Freifahrtschein für sie."