Tuchel neuer Chelsea-Coach - Laufzeit des Vertrages überrascht

SPORT1
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Es kam, wie es erwartet worden war: Thomas Tuchel ist nur wenige Wochen nach seinem Aus bei Paris Saint-Germain zurück auf der großen Fußball-Bühne.

Der deutsche Trainer tritt die Nachfolge des freigestellten Frank Lampard beim FC Chelsea an und erhält einen Vertrag, der zunächst nur bis zum Juni 2022 datiert ist - allerdings mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Dies gaben die Blues am Dienstagabend offiziell bekannt, nachdem sie tags zuvor die Trennung von Lampard verkündet hatten.

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Damit übernimmt Tuchel nach dem französischen Serienmeister den nächsten hochambitionierten Topklub.

"Ich möchte dem FC Chelsea für seinem Vertrauen in mich und meine Mitarbeiter danken", sagte der 47-Jährige. "Wir alle haben den größten Respekt vor der Arbeit von Frank Lampard und dem Vermächtnis, das er bei Chelsea geschaffen hat. Gleichzeitig kann ich es kaum erwarten, mein neues Team kennenzulernen und in der aufregendsten Liga des Fußballs zu spielen. Ich bin dankbar, jetzt Teil der Chelsea-Familie zu sein - es fühlt sich großartig an."

Tuchel schon gegen die Wolves auf Chelsea-Bank

Bereits am Dienstagabend leitete Tuchel das Abschlusstraining vor dem Premier-League-Duell gegen die Wolverhampton Wandereres. Beim Duell mit den Wolves wird der frühere Bundesliga-Trainer am Mittwochabend (ab 19 Uhr im LIVETICKER) erstmals auf der Bank der Blues sitzen.

Chelsea ist derzeit nur noch Neunter der Premier League und hat bereits elf Punkte Abstand auf Spitzenreiter Manchester United. (SERVICE: Tabelle der Premier League)

Nach einer Großoffensive auf dem Transfermarkt im Sommer wollte das Team des erfolgsverwöhnten Eigners Roman Abramowitsch eigentlich wieder um den Titel mitspielen. Eine Situation, die Tuchel nur allzu gut kennt.

Tuchel muss bei PSG trotz CL-Finale gehen

Mit PSG holte er in Frankreich zwar sämtliche nationale Titel, zweimal die französische Meisterschaft sowie je einmal Pokal und Ligapokal. Das große Ziel, den Gewinn der Champions League, verpasste er jedoch.

Wenn auch denkbar knapp, in der vergangenen Saison scheiterte er erst im Finale am FC Bayern. Nun geht es für Tuchel also nach London - wo die Ansprüche nicht niedriger sind. Allein schon wegen der jüngsten Investitionen in den Kader.

Tuchel soll deutsche Chelsea-Stars fördern

Insgesamt gab sein neuer Arbeitgeber, der zuletzt 2017 Meister wurde, zum Saisonstart 247 Millionen Euro aus.

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Allein für die deutschen Nationalspieler Kai Havertz und Timo Werner legte Chelsea 133 Millionen auf den Tisch. Beide konnten auf der Insel aber noch nicht an ihre starken Leistungen aus Bundesliga-Zeiten anknüpfen.

Neben Tuchel sollen auch seine Landsmänner Julian Nagelsmann (RB Leipzig) und Ralf Rangnick Kandidaten auf den Job an der Stamford Bridge gewesen sein. Beide lehnten aber laut Athletic ab.

Tuchel war bei PSG an Weihnachten freigestellt worden. Wenig später einigte er sich mit dem Klub auf die Auflösung seines im Sommers auslaufenden Vertrags.

Zuvor hatte Tuchel beim FSV Mainz und Borussia Dortmund gearbeitet. Dem BVB bescherte er dabei mit dem Pokalsieg den bisher letzten Titel.