Offiziell! HSV-Trainer Hollerbach gefeuert

Der stark abstiegsgefährdete Hamburger SV hat sich nach gerade mal sieben Wochen von Trainer Bernd Hollerbach getrennt. Nachfolger wird ein Nachwuchstrainer.

Bernd Hollerbach blieb als HSV-Trainer sieglos

Nach dem 0:6-Debakel beim FC Bayern hatte es sich angedeutet, jetzt ist es amtlich: Bernd Hollerbach wurde mit sofortiger Wirkung als Trainer des Hamburger SV freigestellt.

“Wir haben die sportliche Gesamtlage nach der 0:6-Niederlage in München intensiv analysiert und diskutiert“, sagte HSV-Vorstand Frank Wettstein, der dabei die Expertisen des Direktors Sport Bernhard Peters und des Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Hoffmann einbezog: “Am Ende sind wir zur Überzeugung gelangt, dass wir im Hinblick auf unsere Chancen im Kampf um den Klassenerhalt handeln mussten.”

Hollerbach bestätigte dem Hamburger Abendblatt seinen Rauswurf. “Ich bin natürlich sehr enttäuscht”, sagte er. 

Wettstein dankte Hollerbach für dessen Arbeit: “Er hat nie gejammert und sich tadellos verhalten. Unter dem Strich war aber keine wesentliche Verbesserung erkennbar, zudem haben ihm positive Ergebnisse gefehlt.”

U21-Trainer Titz übernimmt

Hollerbachs Nachfolger für die letzten acht Spiele der laufenden Saison wird Christian Titz, bislang Trainer der zweiten Mannschaft des HSV, die in der Regionalliga Nord Tabellenführer ist. 

Porträt: Das ist Christian Titz

Zudem wird der frühere HSV-Profi und ehemalige Aufsichtsrat Thomas von Heesen künftig als sportlicher Berater des Vorstandes fungieren.

Hollerbach hatte den HSV nach der Entlassung von Markus Gisdol am 22. Januar übernommen, in sieben Bundesligaspielen aber nur drei Punkte geholt. Nachdem er keines seiner letzten 17 Spiele als Trainer der Würzburger Kickers hatte gewinnen können, gewann er auch keines seiner sieben HSV-Spiele und stellte damit einen neuen Rekord im deutschen Profifußball auf.

Der HSV liegt nach 26 Spieltagen mit lediglich 18 Punkten auf Tabellenplatz 17 und hat bereits sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Es wäre der erste Abstieg aus der Bundesliga für das Urgestein.