Offiziell: DTM-Fahrer Paul di Resta debütiert 2018 in Le Mans

Paul di Resta absolviert einen dritten Renneinsatz bei United Autosports


Es hatte sich bereits abgezeichnet, nun ist es offiziell: Paul di Resta wird die 24 Stunden 2018 für United Autosports in der LMP2-Kategorie fahren. Der Schotte wird sich einen Ligier JS P217 mit seinem früheren DTM-Kollegen Filipe Albuquerque und dem erst 18-jährigen Phil Hanson teilen. Mit Letzterem hatte er bereits die 12 Stunden von Sebring bestritten, wo für sie gemeinsam mit Alex Brundle ein fünfter Platz heraussprang. Das Ziel in Le Mans ist nichts Geringeres als der Klassensieg.

Di Resta wird sich wieder in das Auto setzen, mit dem er bei den 24 Stunden von Daytona 2018 bei seinem Langstrecken-Debüt hervorragender Vierter wurde. Di Restas Leistung ging damals unter dem alles überstrahlenden Langstrecken-Einstand von Fernando Alonso etwas unter. Seitdem hatte er immer klar gestellt, dass er mehr Langstreckensport und am liebsten Le Mans machen würde. Er muss sich in Stellung bringen, weil Mercedes Ende des Jahres sein DTM-Engagement beenden wird.

"Es sind spannende Neuigkeiten, dass ich die Zusammenarbeit mit United Autosports fortsetze und die 24 Stunden von Le Mans unter die Räder nehmen werde", sagt der 31-Jährige. "Dieses Rennen hatte ich schon immer auf dem Schirm und jetzt habe ich die Chance zum richtigen Zeitpunkt, selbst daran teilzunehmen. Es ist gut, nach dem Erfolg in Sebring wieder an der Seite von Phil zu fahren. Und ich bin gespannt, wie es sein wird, mit Filipe zusammenzuspannen. Ich kenne ihn seit langer Zeit und er ist eine bekannte Größe im Langstreckensport."

Mit seinen Ambitionen lehnt sich der ehemalige Formel-1-Fahrer weit aus dem Fenster: "Unsere Aufgabe ist, den Sieg zu holen. Nach dem, was man mir erzählt hat, ist das kein überambitioniertes Ziel. Wir werden unseren bestmöglichen Job tun und genau das als Ziel anvisieren." Angesichts der Leistungen des Ligiers im Vergleich zu den Oreca 07 im vergangenen Jahr in Le Mans ist das eine wirklich starke Ansage. Allerdings durfte Onroak über den Winter am Fahrzeug nachbessern. Das andere Fahrzeug bei United Autosports teilen sich Juan Pablo Montoya, Hugo de Sadeleer und Will Owen.

Das sagen di Restas Chefs

Zak Brown: "Ich bin aus dem Häuschen, dass Paul unserem Le-Mans-Team beitritt. Er hat in Amerika einen fantastischen Job gemacht und ich bin mir sicher, dass er das auch in Le Mans tun wird. Er kennt das Auto mittlerweile, sodass er jetzt nur noch die Strecke kennenlernen muss. Ich bin zuversichtlich, dass ihm das schnell gelingen wird."

Richard Dean: "Jetzt haben wir zwei richtig starke Paarungen für Le Mans. Es war mir wichtig, Paul nach seiner Leistung in Daytona in unser Auto zu bekommen. In Sebring hat er seine Leistung bestätigt. Er macht den Eindruck, als hätte er im Sportwagen schon mehrere Jahre auf dem Buckel, obwohl Sebring erst sein zweites Langstreckenrennen war! Paul passt wirklich gut ins Team und hat einen positiven Beitrag geleistet zu dem, was wir hier tun. Ich bin gespannt auf Le Mans; hoffen wir auf ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2017 (Platz vier in der LMP2 und fünf insgesamt; Anm. d. Red.) und vielleicht sogar einen Podiumsplatz."

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