Offensive für mehr Erzieherinnen und Erzieher gestartet

Nachfrage nach Kita-Plätzen steigt stetig an

Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung: Bund und Länder haben am Montag in Berlin eine Offensive für mehr Erzieherinnen und Erzieher gestartet. Ziel der Bund-Länder-Arbeitsgruppe ist zudem, die Arbeitsbedingungen dauerhaft zu verbessern und mehr Anerkennung für den Beruf zu erreichen. Die große Bedeutung ihrer Arbeit "spiegelt sich noch nicht entsprechend in Einkommen, Anerkennung und Aufstiegsmöglichkeiten der Erzieherinnen und Erzieher wider", erklärte Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD).

Trotz des bereits in den vergangenen Jahren vorgenommenen massiven Ausbaus müsse das Angebot an Kita-Plätzen quantitativ wie qualitativ weitergehen. "Immer mehr Eltern fragen für immer mehr Kinder, immer früher und länger einen Platz in Kita oder Kindertagespflege nach", so das Ministerium.

An der Arbeitsgruppe nehmen Vertreter des Familienministeriums, des Arbeitsministeriums, der Jugend- und Familienministerkonferenz, der Arbeits- und Sozialministerkonferenz sowie der Kultusministerkonferenz teil.

Die Jugend- und Familienministerkonferenz hatte Mitte Mai den Beschluss "Frühe Bildung weiter entwickeln und finanziell sichern. Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz" gefasst. Auf dessen Grundlage sollen Bund und Länder in der kommenden Legislaturperiode die Qualität der Kindertagesbetreuung spürbar verbessern. "Der Kitaausbau ist auch ein gigantischer Jobmotor, der für vergleichsweise sichere Arbeitsplätze sorgt", erklärte Barley.