Offener Brief: Kölner Schriftsteller solidarisieren sich mit Dogan Akhanli

Dogan Akhanli wird in Spanien auf Betreiben der türkischen Regierung festgehalten.

In einem offenen Brief solidarisieren sich Kölner Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit Dogan Akhanli: „Wir sind fassungslos und entsetzt, dass unser Kollege Dogan Akhanli in Spanien auf Betreiben der türkischen Regierung festgehalten wird“, heißt es in dem Schreiben. Initiatorin des Briefs ist die Kölner Schriftstellerin Margit Hähner.

„Genau wie er hätten wir uns noch vor wenigen Tagen nicht vorstellen können, in einem europäischen Land verhaftet zu werden, weil die türkische Regierung eine Institution wie Interpol für ihre politischen Zwecke missbraucht. Dieses Vorgehen erinnert uns fatal an die Art und Weise, wie Diktaturen schon immer ihre Gegner auch außerhalb des eigenen Territoriums verfolgt haben. Wir vertrauen auf die spanische Justiz und darauf, dass sie das türkische Auslieferungsbegehren mit einem klaren Nein beantwortet.“ 

Die bisher etwa 30 Unterzeichner, darunter Lale Akgün, Liane Dirks, Thomas B. Schumann, Roberto di Bella sowie das Literaturhaus Köln wollen sich zu weiteren Aktivitäten besprechen und unterstützen auch den Spendenaufruf des deutschen PEN, der den Autor finanziell unterstützen will. 

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Dogan Akhanli darf nicht ausgeliefert werden!

„Wir sind fassungslos und entsetzt, daß unser Kollege Dogan Akhanli in Spanien auf Betreiben der türkischen Regierung festgehalten wird. Genau wie er hätten wir uns noch vor wenigen Tagen nicht vorstellen können, in einem europäischen Land verhaftet zu werden, weil die türkische Regierung eine Institution wie Interpol für ihre politischen Zwecke mißbraucht. Dieses Vorgehen erinnert uns fatal an die Art und Weise, wie Diktaturen schon immer ihre Gegner auch außerhalb des eigenen Territoriums verfolgt haben.

Wir vertrauen auf die spanische Justiz und darauf, daß sie das türkische Auslieferungsbegehren mit einem klaren Nein beantwortet. Wir erwarten, daß alle europäischen Länder gemeinsam die rechtsstaatlichen Prinzipien verteidigen und der Türkei die Rote Karte zeigen.

Wir möchten, daß Autoren und Journalisten, Künstler, Kabarettisten, Film- und Theatermacher auch in Zukunft unbesorgt ins europäische Ausland reisen können, ohne befürchten zu müssen, daß man sie verhaftet, weil sie in der Türkei als Regimegegner gelten.

Dogan Akhanli schätzen wir als klugen Kopf, als kritischen Denker, als freundlichen und liebenswürdigen Menschen, Kollegen und Freund. Der Gedanke, daß er an ein Land ausgeliefert werden könnte, das sich immer weiter von einem Rechtsstaat entfernt, ist für uns unerträglich. Deshalb appellieren wir an alle Verantwortlichen, alles dafür zu tun, daß Dogan Akhanli bald wieder nach Deutschland zurückkehren kann und daß alle haltlosen Vorwürfe gegen ihn fallen gelassen werden. Unsererseits werden wir alles in unserer Macht stehende tun, um ihn zu unterstützen.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta