OECD: Industrieländer müssen mehr für Vertrauen ihrer Bürger tun

PARIS (dpa-AFX) - Die Industrieländer der Welt müssen einer Studie zufolge mehr für das Vertrauen ihrer Bürger tun. Denn dieses sank im Jahr 2021, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie schreibt. Die Regierungen müssten demnach mehr auf die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger eingehen: Nur vier von zehn Befragten sagten, dass ihre Regierung die nationale Politik auf öffentlichen Druck hin ändern würde. Nur ein Drittel der Befragten gab an, in ihrem politischen System eine Stimme zu haben.

Auch die Wahrnehmung der politischen Integrität ist gering: Knapp die Hälfte der Befragten ging davon aus, dass ein hochrangiger Politiker jemandem einen Gefallen tun würde, wenn ihm dafür ein gut bezahlter Job in der Privatwirtschaft in Aussicht gestellt würde. Ein Drittel glaubte, dass ein Beamter Geld annehmen würde, um den Prozess zu beschleunigen. Zufrieden sei die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger aber mit der Gesundheitsvorsorge, dem Zugang zu Bildung und der Verwaltung.

Aus Deutschland sind keine Daten in die Auswertung eingeflossen.

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