OECD: Erholung der Weltwirtschaft uneinheitlich und abhängig von Impfquoten

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Sitz der OECD in Paris (AFP/Eric PIERMONT)

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat eine uneinheitliche Erholung der Weltwirtschaft beklagt und dafür auch die unterschiedlich hohen Impfquoten in den einzelnen Ländern verantwortlich gemacht. Im Gesamtjahr 2021 dürfte die globale Konjunktur um 5,7 Prozent anziehen und die Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr um 4,5 Prozent wachsen, wie die OECD am Dienstag mitteilte. Damit hielt sie im Wesentlichen an ihren Prognosen vom Mai fest.

Für die Eurozone hob die Organisation ihren Ausblick jedoch deutlich an: In der Währungsunion werde ein Wachstum von 5,3 Prozent in diesem Jahr erwartet - statt wie zuvor geschätzt 4,3 Prozent. Für Deutschland senkte die OECD allerdings den Ausblick in ihrer aktuellen Studie um 0,4 Punkte auf 2,9 Prozent Wachstum in diesem Jahr. Für das kommende Jahr erhöhte die Organisation ihre Prognose leicht auf 4,6 Prozent.

Für die USA senkte die OECD ihren Ausblick für 2021 deutlich um 0,9 Punkte auf 6,0 Prozent, der Wachstumsmotor China dürfte in diesem Jahr ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von 8,5 Prozent schaffen - damit blieb die OECD exakt bei ihrer Prognose.

Die Erholung verlaufe "weiterhin uneinheitlich" und das berge Risiken, warnte die OECD. Zwar sei das zu erwartende Weltwirtschaftswachstum 2021 angesichts von Impffortschritten und der allmählichen Konjunkturbelebung "kräftig". Jedoch trügen vor allem die "sehr unterschiedlich hohen Impfquoten" dazu bei, dass die Erholung unausgewogen sei.

Außerdem stünden die einzelnen Länder nach der Corona-Pandemie vor unterschiedlichen Herausforderungen - je nachdem, welche Probleme es vor der Krise schon gab und wie groß die Unterstützung der Wirtschaft durch die jeweiligen Regierungen in der Krise ausfiel.

hcy/jm

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