OECD erhöht Wachstumsprognose und mahnt mehr Investitionsförderung an

dpa-AFX

PARIS (dpa-AFX) - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft erhöht. Vor allem in der Eurozone trauen die OECD-Experten der Wirtschaft in diesem und dem nächsten Jahr nach zuletzt überraschend starken Konjunkturdaten ein stärkeres Wachstums zu, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Konjunkturausblick "Economic Outlook" hervorgeht. Allerdings sind nach Einschätzung der OECD die Investitionen nach wie vor zu schwach, um das Wachstumstempo in den folgenden Jahren stabil zu halten.

An die Adresse der politischen Entscheider fordern die OECD-Experten tiefgreifende Politikveränderungen. Diese sollen auf mehr Investitionen, eine bessere Produktivität und ein stärkeres Lohnwachstum abzielen. Ihrer Einschätzung nach ist das aktuelle Wachstumstempo der Weltwirtschaft und die fiskalischen sowie geldpolitischen Möglichkeiten zu begrenzt, um eine mögliche neue Finanzkrise unter Kontrolle zu halten.

Für das laufende und das kommende Jahr erwartet die OECD aber zunächst mehr Wachstum als bisher gedacht. In diesem Jahr soll die globale Wirtschaftsleistung um 3,6 Prozent wachsen und im nächsten Jahr um 3,7 Prozent (zuvor 3,5 beziehungsweise 3,6 Prozent), wie aus dem Ausblick hervorgeht. Deutlich nach oben wurde die Wachstumsprognose für die Eurozone revidiert, darunter auch die Erwartungen für Deutschland und Frankreich.