OECD: Coronavirus-Epidemie drückt auf die Weltkonjunktur

PARIS (dpa-AFX) - Die vom neuartigen Coronavirus ausgelöste Epidemie drückt nach Einschätzung der OECD auf die Weltkonjunktur: Die Industriestaaten-Organisation erwartet im laufenden Jahr nur noch ein Wachstum der globalen Wirtschaft von 2,4 Prozent. Das ist ein halber Prozentpunkt weniger als zuletzt vorhergesagt. Im Vorjahr hatte die Wirtschaft weltweit noch um 2,9 Prozent zugelegt.

Falls der Ausbruch des neuartigen Coronavirus länger dauere und den asiatisch-pazifischen Raum, Europa und Nordamerika breit erfasse, seien auch noch deutlichere Auswirkungen zu befürchten, berichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in einem am Montag in Paris veröffentlichten Bericht. "In diesem Fall könnte das weltweite Wachstum 2020 auf 1,5 Prozent sinken (...)", hieß es.

Für Deutschland wird bei der OECD für das laufende Jahr ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 0,3 Prozent angenommen, das sind 0,1 Punkte weniger als noch im November vorhergesagt.

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hatte in Europa bereits Rezessionsängste geschürt. Börsen gingen in der zurückliegenden Woche auf Talfahrt.