Odessa: Tagelang unterwegs, um Tankstelle mit Benzin zu finden

Eine der vielen unerwünschten Folgen des Krieges ist, dass alle Aspekte des täglichen Lebens beeinträchtigt werden. Nicht nur hier, rund um Odessa, ist das Benzin knapp. Auch in anderen Landesteilen herrscht akuter Treibstoffmangel. Mir haben Menschen davon berichtet, dass sie tagelang nach Tankstellen mit Benzin suchen müssen.

Galina aus Odessa sagt: "Wir haben 5 Tankstellen schon hinter uns, nur diese hier hat überhaupt Benzin. Wir mussten online zahlen und dann herkommen und jetzt können wir endlich tanken."

Wjatscheslaw meint: "Ich stehe um 5 Uhr morgens auf, damit ich eine Tankstelle mit Benzin finde. Sonst ist das aussichtslos."

Ein älterer Mann sieht es gelassen: "So ist es eben. Das ist die Situation in unserem Land. Was kann ich tun? Es ist nicht unsere Schuld. Die Regierung kann da auch nichts dafür. Wir müssen das durchstehen."

Alec ist Taxifahrer: "Wir sind gestern den ganzen Tag zu Tankstellen gefahren und konnten kein Benzin finden. Heute haben mir meine Freunde gesagt, dass es Benzin gibt. Das Leben ist hart. Wir haben keine Arbeit, Raketen fallen, wir haben ständig Angst, weil wir nicht wissen, wo sie einschlagen werden. Jetzt arbeite ich als Taxifahrer, habe aber kaum etwas zu tun. Ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll. Wir warten darauf, dass dieser Krieg mit einem Sieg der Ukraine endet."

Die ukrainische Regierung sagt, sie arbeite daran, das Benzinproblem zu lösen. Bis Ende Mai will sie neue Versorgungswege aufbauen.

Bis dahin müssen sich die Bewohner gedulden, aber viele sagen, dass sie verstehen, dass dies außergewöhnliche Umstände sind, und sie sind bereit sind, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ihr Land zu unterstützen.

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