Oculus Go vorgestellt

Thaddeus Herrmann
Oculus Go vorgestellt


Oculus arbeitet schon seit geraumer Zeit daran, die Kabelverbindung zwischen VR-Headset und Computer zu kappen, um so mehr Bewegungsfreiheit bei der Benutzung zu erreichen, vor allem auch, um den Setup-Prozess zu vereinfachen. Darüber hat das Facebook-Unternehmen immer wieder ganz offen gesprochen und sogar einen Prototyp der Presse vorgestellt: das "Project Santa Cruz".

Die heute angekündigte Oculus Go ist jedoch die finale Version dieses Headsets, sondern eine separate und eigenständige Entwicklung, die man zwischen der Rift und der Gear VR positioniert wird. Konkret: eine Gear VR, die auf das Smartphone verzichtet. Anfang 2018 soll die Datenbrille in den Handel kommen, für 200 US-Dollar.

Oculus setzt auf eine speziellen Stoff, der sich den Gesichtsformen anpassen und somit komfortabel zu tragen sein soll. Auch der Haltegurt ist elastisch. Die optischen Komponenten seien von Grund auf neu entwickelt worden, hieß es während der Präsentation. Zwar wurde das Blickfeld gegenüber der Rift nicht verändert, die neuen Komponenten sollen aber den Blendeffekt deutlich reduzieren.



Beim Display setzt Oculus auf LCD, die Auflösung liegt bei 2.560 x 1.440. Laut Hugo Barra, dem Chef der VR-Sparte bei Facebook, der von Google über Xiaomi schließlich beim Sozialen Netzwerk gelandet war, ist LCD die bessere Technologie und OLED überlegen. Das sieht Samsung anders.


Anders geht man bei der Oculus Go auch mit dem Sound um. Für die Rift benötigt man separate Kopfhörer, in der Go sind die bereits integriert. Das bedeutet auch, dass Zuschauer, die nicht selbst unter der Brille stecken und die Action auf dem Monitor verfolgen, den Sound ebenfalls wahrnehmen können. Apps, die auf der Bear VR laufen, funktionieren auch mit der Oculus Go, ein spezielles Entwickler-Kit soll im November zur Verfügung stehen.