Wie eine Obstschlacht Kimmich fast zum Verhängnis wurde

Joshua Kimmich hat 25 Länderspiele auf dem Buckel

Joshua Kimmich wird von vielen als Muster-Profi angesehen. Doch auch der Defensivspieler des FC Bayern war früher kein Kind von Traurigkeit.

Ein Streich aus seiner Jugend wäre dem 22-Jährigen fast zum Verhängnis geworden. Darüber hat er nun ausführlich berichtet.


"Meine Eltern waren extrem von mir enttäuscht. Ich dachte mir: 'Wie blöd kannst du eigentlich sein? Das große Ziel ist in Gefahr'", erzählte Kimmich in der Bild.

Kimmich und Co. liefern sich "legendäre Obstschlacht"

Doch was war passiert? Der damals 16 Jahre alte Kimmich und ein paar seiner Teamkollegen im Internat des VfB Stuttgart hatten über die Stränge geschlagen.

"Eine legendäre Obstschlacht! Da sind im Speiseraum verschiedene Sorten durch die Gegend geflogen. Bei den weißen Wänden kann man sich vorstellen, wie es aussieht, wenn da mal so eine Kiwi explodiert", führte Kimmich weiter aus.


Die Aktion hatte für den Confed-Cup-Sieger von 2017 Konsequenzen. "Wir mussten alle eine Woche ausziehen", ergänzte Kimmich.

Fördervertrag auf der Kippe

Auch der anstehende Fördervertrag wäre ihm dadurch fast durch die Lappen gegangen. "Ich habe gesagt: 'Den Abschluss dieses Vertrags schieben wir jetzt einmal ein paar Tage auf", sagte Frieder Schrof, damaliger Nachwuchsleiter beim VfB, der Bild.

Die Obstschlacht war nicht der einzige Fehltritt, den sich Kimmich geleistet hat. "Es sind viele Dinge passiert, die man nicht jedem erzählen sollte. Es ist aber normal, dass man mal auf dumme Ideen kommt und Quatsch macht, wenn man hier mit 18 Jungs zusammenwohnt", meinte Kimmich.

Internatsleiter Oliver Otto gab eine weitere Aktion Kimmichs preis: "Einmal hat er eine Strafe zahlen müssen. Da hat er mit Zloty statt mit Euro gezahlt und hat gedacht, wir merken es nicht."

Im Endeffekt hat es seiner Karriere nicht geschadet. Über Stuttgart und RB Leipzig ging es für Kimmich zum FC Bayern, wo er sich zum absoluten Leistungsträger entwickelt hat.