Oberster Gerichtshof in London befasst sich mit Streit um Goldreserven Venezuelas

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Die Bank of England in London

Der Oberste Gerichtshof in London befasst sich seit Montag mit einem Streit um in Großbritannien eingelagerte Goldreserven Venezuelas. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro fordert, dass die Bank of England die rund 30 Tonnen schweren Goldreserven seines Landes freigibt - Großbritannien unterstützt jedoch Oppositionsführer Juan Guaidó. Bis Donnerstag sollen fünf Richter des höchsten britischen Gerichts die Argumente beider Seiten prüfen.

Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, wer die Macht hat, die Freigabe der Goldreserven anzuordnen. Ein britisches Gericht hatte zuvor geurteilt, dass die Regierung in London "eindeutig" Guaidó als Staatschef Venezuelas anerkenne. Dieser hatte sich dafür ausgesprochen, dass die Goldreserven im Wert von einer Milliarde Dollar bei der Bank of England eingelagert bleiben.

Die Bank of England hatte erklärt, sie könne angesichts konkurrierender Ansprüche auf die Präsidentschaft nach der umstrittenen Wahl in Venezuela im Jahr 2018 nicht auf Anweisungen Maduros reagieren.

In Venezuela liefern sich die linksnationalistische Regierung Maduros und die Mitte-Rechts-Opposition seit Jahren einen Machtkampf. 2019 hatte sich der damalige Parlamentspräsident Guaidó selbst zum Übergangspräsidenten ernannt. Er wird von rund 60 Staaten offiziell anerkannt, darunter Deutschland und die USA. Maduro hielt sich dennoch an der Macht.

gap/gt

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