Obama trifft Macron und Hollande in Paris

Obama (li.) und Macron aßen in Paris privat zu Mittag

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat den früheren US-Präsidenten Barack Obama zu einem Meinungsaustausch in Paris getroffen. Macron empfing den Vorgänger von US-Präsident Donald Trump am Samstag zu einem als privat deklarierten Mittagessen. Zum Inhalt des Gesprächs wurde nichts bekannt.

Danach kam Obama mit dem früheren Präsidenten François Hollande zusammen. Dabei sei es um Fragen der Umweltpolitik und des Klimas gegangen, wie aus Hollandes Entourage verlautete. Beide Politiker hätten die Überzeugung geäußert, dass mit dem internationalen Pariser Klimaabkommen von 2015 eine "unumkehrbare" Bewegung entstanden sei. Die USA unter Donald Trump täten besser daran, das Klimaabkommen nicht aufzukündigen. Die Unterredung der beiden ehemaligen Staatschefs in Obamas Hotel dauerte etwas weniger als eine Stunde.

Obama wollte in der französischen Hauptstadt vor einem Treffen des Unternehmer- und PR-Netzwerks "Les Napoléons" eine Rede halten. In jüngster Zeit hält Obama vermehrt vor Entscheidungsträgern in verschiedenen Weltregionen Ansprachen, die er sich gut bezahlen lässt.

Am Freitag hatte er in Indien beklagt, dass die USA drohten, beim Kampf gegen die Klimaerwärmung ins Hintertreffen zu geraten. Trump hatte den Ausstieg seines Landes aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt, das zwei Monate vor seiner Wahl zum US-Präsidenten unterzeichnet worden war.

Das Pariser Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, möglichst aber auf 1,5 Grad. Dadurch sollen katastrophale Folgen der Erderwärmung wie das Versinken ganzer Landstriche durch den Anstieg der Meeresspiegel verhindert werden.