o2 erteilt der Apple Watch mit LTE eine Absage

Thaddeus Herrmann
o2 erteilt der Apple Watch mit LTE eine Absage


In Deutschland arbeitet Apple für die Apple Watch mit LTE ausschließlich mit der Telekom zusammen – zumindest vorläufig. o2 wollte die neue Smartwatch jedoch zumindest auch verkaufen, auch wenn der Blogeintrag offen lässt, ob es sich hierbei auch um die LTE-Version handelt und somit mit der Uhr mittel- bzw. langfristig auch im Telefonica-Netz telefoniert werden kann. Jetzt ist klar: Daraus wird nichts.

Der Netzbetreiber hat im Kundenforum ein Statement veröffentlicht, in dem es heißt, man habe sich dazu entschieden, "die eSIM-Technologie, die für die Verbindung der Apple Watch Series 3 mit dem Mobilfunknetz genutzt wird, nicht zu unterstützen".

Aus der Stellungnahme lässt sich herauslesen, dass Apple gemeinsam mit der Telekom – und der anderen Partnern weltweit – die eSIM-Technik speziell angepasst hat und somit nicht den Standards folgt. Doch nur die Einhaltung dieser Standards, so heißt es weiter, würde sicherstellen, dass sich alle Geräte mit allen Netzen verbinden könnten und auch die Sicherheit gewährleistet ist. o2 hätte an der Entwicklung dieser Standards aktiv mitgearbeitet und stünde voll hinter der eSIM-Technologie.

Die Kommentare der o2-Kunden im Forum sind eindeutig: Man ist nicht amüsiert. Ob es bei der Entscheidung von Telefonica bleiben wird, ist natürlich abzuwarten.

Telefónica hat nach einer genauen Prüfung entschieden, die eSIM-Technologie, die für die Verbindung der Apple Watch Series 3 mit dem Mobilfunknetz genutzt wird, nicht zu unterstützen.

Die GSMA hat in diesem Jahr standardisierte technische Spezifikationen derjenigen Technologie definiert und veröffentlicht, die eine eSIM auf einem Endgerät verfügbar macht. Diese Spezifikationen stellen die vollständige Kompatibilität und Sicherheit der eSIM-Infrastruktur, der Hardware und der Profile sicher. Telefónica hat eine aktive Rolle in den Bemühungen der GSMA gespielt, diese technischen Spezifikationen zu definieren, und ist fest entschlossen, eine Aufweichung der Standardisierung zu vermeiden. Eine der Zielsetzungen der Spezifikationen ist, dass ein kompatibles Gerät mit jedem Netzbetreiber mit einer GSMA-kompatiblen eSIM-Infrastruktur verbunden werden kann. Dies stellt sicher, dass Kunden ihr Gerät mit jedem Netzbetreiber verbinden können.

Telefónica glaubt an die Zukunft der eSIM und daran, dass sie ein Schlüsselfaktor für die Konnektivität der nächsten Milliarden Geräte sein wird. Daher wird das Unternehmen zusammen mit seinen Lieferanten sicherstellen, dass alle Geräte, die verkauft oder an sein Netz angeschlossen werden, vollständig kompatibel mit der GSMA-Spezifikation sein werden. Dabei erlaubt Kunden ganz flexibel zu entscheiden, über welchen Netzbetreiber sie ihr Endgerät nutzen möchten.


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