Nvidia wächst, AMD stagniert, Intel verliert

Benedikt Kaufmann
1 / 2
Österreichs Gipfelstürmer (Teil 1) – AT&S eilt allen davon

Im dritten Quartal haben sich die Marktanteile im GPU-Markt erneut verändert. Nvidia kann deutlich zulegen. Insgesamt gehen die GPU-Verkäufe laut den Marktforschern von Jon Peddie Research jedoch zurück.

AMD, der Hersteller mit der breitesten Produktpalette im Bereich GPU (Abkürzung engl für graphics processing unit), konnte insgesamt 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zulegen. Integrierte GPUs legten bei PCs um 7,1 Prozent zu, bei Notebooks um 2,2 Prozent. Der Absatz an Desktop-Grafikkarten wuchs um 16 Prozent – der von Notebook-Grafikkarten um 5,2 Prozent.

Chip-Gigant Intel, der im Grafik-Segment nur integrierte GPUs verkauft, setzte 5,0 Prozent mehr um als im Vorjahresquartal.

Der Hersteller Nvidia, der nur Grafikkarten anbietet, konnte im dritten Quartal insgesamt 30 Prozent mehr verkaufen als im Vorjahresquartal. Für Desktop-PCs wurden 35 Prozent mehr Grafikkarten verkauft – bei Notebooks waren es 23 Prozent. So schnell wächst keiner der Konkurrenten.

Nvidia mit größtem Potential auf dem GPU-Markt

Die Marktanteile im GPU-Markt veränderten sich: AMD bleibt bei 13 Prozent, Nvidia legt auf 19 Prozent zu und Intel schrumpft auf 68 Prozent. Damit kann Nvidia im Vergleich zum vergangenen Quartal mit drei Prozent Zugewinn am deutlichsten zulegen. Der Grafikkartenhersteller kann den langfristigen Trend weiterfortführen – Besitzer der Aktie profitieren.

Auf dem aktuellen Niveau ist die Nvidia-Aktie zwar kein Schnäppchen mehr (Kurs-Gewinn-Verhältnis von 47 für 2018) – es gibt jedoch keine Anzeichen, dass das Wachstum abflacht. Bedenkt man den aktuellen Marktanteil von 19 Prozent, ist im Nvidia-Kerngeschäft noch zusätzliches Potential vorhanden. Anleger sollten beim Top-GPU-Player dabei bleiben und die Gewinne laufen lassen.