Nutzen statt Besitzen: Alle Infos zum Carsharing auf einen Blick

Carsharing wird unter Deutschen immer beliebter – 1,7 Millionen Bundesbürger waren im Januar 2018 bei den Anbietern registriert. (Bild: Getty Imges)

Wann ist Carsharing günstiger als ein eigenes Auto? Wer haftet eigentlich bei einem Unfall und welche Anbieter gibt es? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die umweltschonende Alternative für Sie zusammengefasst.

Wann lohnt sich Carsharing?

Grundsätzlich gilt: Carsharing lohnt sich für alle, die weniger als 10.000 Kilometer pro Jahr Autofahren. Wer jährlich nur 5.000 Kilometer fährt, spart sich durch Carsharing laut „finanztip.de“ zwischen rund 900 und 1.500 Euro pro Jahr. Denn nicht nur die Anschaffungskosten und die Kfz-Versicherung fallen weg, sondern auch die Inspektion, Reparaturen sowie die Pflege.

Wo wird Carsharing angeboten?

Flexibles Carsharing ist leider größtenteils nur in den Metropolen verfügbar. DriveNow gibt es in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln und München. Car2go zusätzlich zu diesen Städten in Frankfurt und Stuttgart.

Carsharing: Abrechnung nach Zeit in der Stadt oft besser

Multicity ist ein flexibler Carsharing-Anbieter, der derzeit nur in der Hauptstadt Berlin unterwegs ist. Will man jedoch nicht nur in den Großstädten ein Auto mieten, empfehlen sich Carsharing-Anbieter mit festen Stationen wie Flinkster, die in Deutschland weiter verbreitet sind.

Wie finde ich bei flexiblen Anbietern mein Auto?

Über eine Smartphone-App können Sie bei flexiblen Anbietern wie DriveNow oder Car2go auf einem Stadtplan einsehen, wo welche Autos geparkt wurden.

Wie buche ich das Auto und wo muss ich es zurückgeben?

Bei Carsharing-Anbietern mit festen Stationen muss das Auto immer dort zurückgegeben werden, wo es angemietet wurde. Wer sich für die flexible Variante entscheidet, erfährt über die GPS-Ortung der App, wo das nächste Fahrzeug steht und kann die Reservierung ganz einfach online abschließen.

Wettstreit: BMW und Daimler bündeln Carsharing-Angebote

Zuvor müssen sich die Fahrer allerdings einmalig beim Anbieter registrieren, was je nach Unternehmen zwischen 19 und 29 Euro kostet. Nach der beendeten Fahrt darf das Auto innerhalb eines festen Bereichs geparkt werden, der im Navigationssystem markiert ist.

Wie starte ich das Auto?

Bei DriveNow können Sie das Fahrzeug über die App öffnen und schließen oder alternativ die Kundenkarte an das Lesegerät in der Windschutzscheibe halten. Gestartet wird der Motor über die Eingabe der zuvor via App übermittelten PIN über den Controller in der Mittelkonsole und den Start/Stopp-Knopf, der sich rechts neben dem Lenkrad befindet. Wie Sie das Auto starten, kann sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden – Informationen dazu finden sich auf den jeweiligen Websites der Unternehmen.

Muss ich das Auto vor der Fahrt auf Schäden überprüfen?

Ja. Hier verhält es sich wie bei einem normalen Mietwagen: Vor der Fahrt sollten Sie das Auto unbedingt auf offensichtliche Schäden wie Kratzer untersuchen und den Anbieter ggf. sofort darüber informieren. Tun Sie das nicht, wird es anschließend sehr schwer, Ihre Unschuld zu beweisen und Sie könnten für einen Schaden haften, den Sie gar nicht verursacht haben.

Wer haftet bei einem Unfall?

Die Versicherung der Carsharing-Anbieter umfasst meistens Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko. Über die genauen Haftungsbedingungen sollten Sie sich bei Ihrem Anbieter im Zuge der Registrierung genau informieren. Der Versicherungsschutz gilt immer nur für den Inhaber der Carsharing-Mitgliedschaft – Sie sollten also unbedingt davon absehen, eine Zweitperson ans Steuer zu lassen.

Carsharing-Nutzer: Zahl durchbricht Zwei-Millionen-Marke

Die drei größten Carsharing-Anbieter setzen standardmäßig eine Selbstbeteiligung voraus. Bei Car2go sind das 500 Euro für einen Smart und 1.000 Euro für einen Mercedes, bei DriveNow schlägt die Selbstbeteiligung mit 350 Euro zu Buche, bei Flinkster mit 500 Euro.