Nur ein Strohfeuer? Lorenzo fehlt laut Crutchlow die Konstanz

Ruben Zimmermann

Jorge Lorenzo ist mit zwei Siegen in den vergangenen zwei Rennen der Mann der Stunde in der MotoGP. Der Spanier scheint nach rund anderthalb Jahren auf der Ducati endlich den richtigen Dreh gefunden zu haben. Nach seinen beiden Siegen in Mugello und Barcelona wird Lorenzo nun sogar wieder mit dem WM-Kampf in Verbindung gebracht. Cal Crutchlow findet das allerdings etwas überzogen.

"Ich denke, dass er die Ducati sehr gut fährt", räumt der LCR-Pilot ein. "Ich denke aber, dass er es auf Strecken wie Assen oder dem Sachsenring deutlich schwerer haben wird", prophezeit der Brite. Schließlich seien Mugello und Barcelona auch in der Vergangenheit häufig gute Strecken für Lorenzo gewesen. Crutchlow erklärt, dass die Ducati mittlerweile stark an die alte Yamaha erinnere, auf der Lorenzo einst so erfolgreich war.

Außerdem habe der Ex-Weltmeister jetzt den richtigen "Rhythmus" auf der Desmosedici gefunden. Trotzdem zweifelt er daran, dass Lorenzo der Konkurrenz auch in den kommenden Rennen bis zur Sommerpause um die Ohren fahren wird. "Er könnte dort nur Zehnter werden", erklärt er im Hinblick auf Assen - eine Strecke, auf der Lorenzo seit seinem Sieg im Jahr 2010 nur noch ein einziges Mal auf dem Podest stand.

"Er macht gerade einen guten Job, aber warten wir mal die nächsten Rennen ab", bremst Crutchlow die Erwartungen. Er erklärt, dass Fahrer wie Marc Marquez, Andrea Dovizioso oder Valentino Rossi auch "an einem wirklich schlechten Tag" noch Dritter oder Vierter werden könnten. Diese Fähigkeit habe Lorenzo aktuell nicht. Und dann könnte es natürlich auch mit dem WM-Titel schwierig werden.