Nur im Streaming gezeigte Filme dürfen erstmals um Oscars konkurrieren

Die für Februar kommenden Jahres geplante Oscar-Verleihung könnte einem US-Medienbericht zufolge wegen der Corona-Pandemie verschoben werden

Wegen der Corona-Krise dürfen erstmals lediglich auf Streaming-Plattformen und nicht in Kinos gezeigte Filme am Wettbewerb um die Oscars teilnehmen. Die vorläufige Regeländerung ist auf die nächste Preisverleihung beschränkt, wie die US-Filmakademie am Dienstag mitteilte. Bisher durften sich nur solche Werke am Rennen um die begehrtesten Filmpreise der Welt beteiligen, die mindestens sieben Tage in Kinos von Los Angeles gezeigt werden.

Die Regeländerung gilt nur für solche Filme von Streamingdiensten, deren Vorführung in Kinos geplant gewesen war, aber abgesetzt wurde. Die Filmtheater von Los Angeles sind seit Mitte März geschlossen. Ihre Wiedereröffnung ist nicht absehbar. Die Filmakademie betonte, dass sie sich weiterhin der "Magie" von Filmvorführungen im Kino verpflichtet sehe. Doch erfordere die Corona-Pandemie eine "vorübergehende Ausnahme".

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Bei der Oscar-Verleihung im Februar 2019 war der für den Streamingdienst Netflix gedrehte Film "Roma" des Mexikaners Alfonso Cuarón mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden, darunter dem für die beste Regie. "Roma" war nur kurz in den Kinos gelaufen.

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