Nur noch 15 Prozent würden Schulz direkt als Kanzler wählen

Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz verliert in der Bevölkerung und seiner eigenen Partei weiter an Zustimmung. Nur noch 15 Prozent der Bundesbürger würden Schulz laut dem aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer des Forsa-Instituts direkt als Kanzler wählen

Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz verliert in der Bevölkerung und seiner eigenen Partei weiter an Zustimmung. Nur noch 15 Prozent der Bundesbürger würden Schulz laut dem aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer des Forsa-Instituts direkt als Kanzler wählen. In der am Montag veröffentlichen Befragung erhielt Schulz damit den bislang schlechtesten Wert seit seiner Nominierung zum SPD-Kanzlerkandidaten im Februar 2017.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt in der Umfrage mit 47 Prozent weiterhin mit großem Abstand vorne. Neun von zehn Unions-Anhängern würden sich für sie entscheiden.

Vor dem SPD-Sonderparteitag in Bonn vor mehr als einer Woche, der knapp für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union stimmte, lag Schulz' Zustimmung noch bei 18 Prozent. Anders als Merkel hat Schulz auch in seiner Partei wenig Rückhalt: Weniger als die Hälfte der befragten Parteimitglieder (46 Prozent) hält ihn der Umfrage zufolge geeignet für den Parteivorsitz, von den Bundesbürgern ist es nur ein Drittel. An seiner Stelle wollen 20 Prozent die SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles und genauso viele den Bundesaußenminister und früheren SPD-Chef Sigmar Gabriel sehen.

Bei der Frage nach den Parteien können SPD und CDU/CSU ihre Werte aus der vergangenen Woche halten und bleiben bei 18 beziehungsweise 34 Prozent. Auch die Linke hält ihren Zustimmungswert von zehn Prozent aus der Vorwoche, genau wie Grüne und AfD mit zwölf Prozent. Die FDP klettert um einen Punkt auf neun Prozent.

Seit Freitag sind Union und SPD in Koalitionsverhandlungen. Die Gespräche sollen möglichst bis zum 4. Februar abgeschlossen werden.

Für die Erhebung zur Parteien- und Kanzler-Präferenz befragte Forsa von Montag bis Freitag vergangener Woche 2505 Wahlberechtigte. Zudem befragte das Institut am Donnerstag und Freitag 1005 SPD-Wähler. Der statistische Fehlerquotient liegt bei der Erhebung zu Parteien und Kanzler bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten und bei der Befragung der SPD-Wähler bei plus/minus drei Prozentpunkten; die entsprechenden Werte in der Gesamtbevölkerung können also entsprechend nach oben sowie nach unten abweichen.