Nur 5 oder 10 Aktien kaufen? Du solltest auf Wachstum, nicht auf Dividende setzen!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Aktien und ETfs in der Corona Krise zum Vermögensaufbau nutzebn
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Welchen Ansatz man als Investor verfolgt, kann von verschiedenen Faktoren abhängig sein. Von den eigenen Zielen oder aber auch vom Chance-Risiko-Verhältnis, das einem vorschwebt. Es gibt verschiedene Einflüsse, die das bestimmen können.

Zwischen Dividendenaktien und starken Wachstumsaktien besteht ein grundsätzlicher Unterschied. Wer als Investor jedoch bloß fünf oder zehn Aktien kaufen möchte, der sollte womöglich eher auf Wachstumsaktien als auf Dividendenaktien setzen. Warum, fragst du dich? Lass uns das im Folgenden einmal etwas näher durchexerzieren.

Nur 5 oder 10 Aktien? Darum Wachstum!

Wer bloß in fünf oder zehn verschiedene Aktien investieren möchte, der strebt grundsätzlich ein stärker konzentriertes Portfolio an. Das impliziert natürlich einige Chancen, die wenigen Aktien können schließlich stärker ihr Potenzial ausspielen. Allerdings auch Risiken. Deshalb könnte es hier ratsam sein, auf Wachstumsaktien zu setzen.

Nehmen wir einfach mal an, es laufen nicht alle Investitionen rund, was keine Seltenheit ist. Womöglich wird sogar die Hälfte der Aktien ihren Wert zur Hälfte verlieren. Das kann bei Wachstumsaktien keine Seltenheit sein. Vor allem nicht, wenn man auf junge, disruptive Geschäftsmodelle setzt, die ihr Potenzial gerade erst zeigen wollen.

Unter dieser Prämisse wird man im Gegenzug starke Aktien benötigen, die diese Performance ausgleichen. Wenn man dafür bloß ein, zwei Aktien erhält, die sich im Wert verfünffachen oder sogar verzehnfachen, so wird man die Verlierer-Aktien damit deutlich ausgleichen können. Das heißt: Bei Wachstumsaktien und einem konzentrierten Portfolio erhält man besser die Chance, dass die Gewinner-Aktien für die Verlierer bezahlen. Das ist Teil des Kalküls hinter diesem Ansatz.

Das Problem mit Dividendenaktien

Bei Dividendenaktien ist der Ansatz hingegen etwas anders. Wer auf passives Einkommen und Stabilität setzt, der sollte besser stärker diversifiziert agieren. Auch, um die Quellen der passiven Einkünfte deutlicher zu streuen. Gerade in Krisenzeiten kann das die Stabilität erhöhen und das Ausfallrisiko minimieren.

Wer bei Dividendenaktien stärker konzentriert investiert, der begeht das Risiko, dass ein bedeutenderer Teil deines passiven Einkommens beim Kürzen oder Streichen einer Dividende wegfällt. Im Gegenzug besitzen nur wenige konservativere und Dividende zahlende Aktien wirklich das Potenzial, ihren Einsatz zu vervielfachen. Und es braucht eine Menge Zeit, bis die Dividenden einen Ausfall kompensieren können.

Das zeigt: Konzentration ist womöglich eher bei einem konzentrierteren, wachstumsstarken Ansatz angesagt. Dividenden und passive Einkünfte sollten besser mit mehr Diversifikation begleitet sein. Das muss keine fixierte Regel sein, zumal sich die Qualität der Dividendenaktien natürlich auch unterscheidet. Und auch die Allokation kann sich unterscheiden. Für mich ist das jedoch eine grobe Faustformel, die plausibel erscheint.

Deine Wahl!

Im Endeffekt ist es natürlich deine Wahl, wie du agieren möchtest. Ein konzentrierterer Ansatz bei Wachstumsaktien kann jedoch deine Chancen maximieren. Bei Dividendenaktien jedoch womöglich eher das Risiko erhöhen. Ein Fazit, über das du einmal nachdenken solltest. Allerdings aus zwei Perspektiven: Sowohl, wenn du auf Wachstumsaktien setzt. Aber vor allem, wenn Dividendenaktien das sind, was du kaufen möchtest.

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