Nukleare Bedrohung lässt "Weltuntergangsuhr" näher an Mitternacht rücken

Die Welt ist ihrer Selbstvernichtung im vergangenen Jahr nach Ansicht führender Atomwissenschaftler noch ein Stückchen näher gerückt

Die Welt ist ihrer Selbstvernichtung im vergangenen Jahr nach Ansicht führender Atomwissenschaftler noch ein Stückchen näher gerückt. Am Donnerstag stellten die Forscher die symbolische "Weltuntergangsuhr" (Doomdsday Clock) um 30 Sekunden vor - auf zwei Minuten vor Mitternacht. Als Grund nannten sie die Möglichkeit eines Atomkriegs sowie die "Unberechenbarkeit" von US-Präsident Donald Trump.

Die Diskussionen seien in diesem Jahr wieder einmal von nuklearen Themen bestimmt worden, sagte Rachel Bronson, Präsidentin und Vorstandsvorsitzende des Fachblatts "Bulletin of the Atomic Scientists". Als Beispiele nannte sie die neuerlichen Raketentests in Nordkorea, ein steigendes nukleares Engagement in China, Pakistan und Indien sowie die "Unberechenbarkeit", die US-Präsident Donald Trump in seinen Twitter-Botschaften und Äußerungen zeige.

So nahe wie jetzt war die "Doomsday Clock" nur einmal zuvor an der Stunde Null. Das war im Jahr 1953, als die Sowjetunion und die USA Wasserstoffbomben testeten. Die Uhr wurde im Jahr 1947 ins Leben gerufen. Seitdem hat sich die von ihr angezeigte Uhrzeit 20 Mal verändert, zuletzt zum Amtsantritt Trumps im vergangenen Jahr. Am weitesten entfernt von ihrer Selbstzerstörung war die Welt laut Weltuntergangsuhr im Jahr 1991, da zeigte sie 17 Minuten vor Mitternacht an.