Nuggets düpieren Warriors - Ball-Vater klopft Sprüche

Warriors-Superstar Stephen Curry trifft gegen die Denver Nuggets kaum Dreier

In seinem ersten Preseason-Spiel hat NBA-Champion Golden State Warriors eine knappe Niederlage kassiert.

Gegen die Denver Nuggets verlor Golden State mit 102:108 (52:54). Auffällig war die schlechte Wurfquote der Warriors aus der Distanz. Die Superstars Stephen Curry, Kevin Durant und Klay Thompson trafen zusammen nur einen von 17 Dreipunktewürfen.

Insgesamt verwandelte der Meister nur vier von 33 Dreiern. Zumindest bei den Punkten lagen Curry (11), Durant (10) und Thompson (10) im zweistelligen Bereich.

Ansonsten war Golden State noch weit von seiner Topform entfernt. Die Denver Nuggets dagegen wirkten deutlich frischer und ließen sich das Spiel zu keinem Zeitpunkt aus der Hand nehmen.

Warriors verzichten auf Hymnen-Protest

Vor allem Denvers Power Forward Paul Millsap überzeugte mit einem Double-Double (22 Punkte, 11 Rebounds). Zudem punkteten Nikola Jokic (12), Mason Plumlee (12) und Emmanuel Mudiay (19) zweistellig.

Die Warriors verzichteten vor dem Spiel darauf den zurzeit in den USA praktizierten Hymnen-Protest fortzusetzen. "Ich denke, wir haben genug getan", sagte Andre Iguodala ESPN. "Wir haben das Gefühl, dass unsere Stimme gehört wurde."

Dies bekräftigte auch Draymond Green: "Wir haben gesagt, was wir zusagen hatten. Jeder weiß, wo wir stehen."


Gegner Denver dagegen verschränkte während der Hymne die Arme.

Die Warriors machen sich nun auf den Weg nach China, wo sie ihre nächsten zwei Preseason-Spiele absolvieren. Am Mittwoch treffen sie auf die Minnesota Timberwolves.

Ball deutet Potenzial bei Lakers-Niederlage an

Auch die Los Angeles Lakers verloren ihr erstes Preseason-Spiel gegen die Timberwolves mit 99:108 (52:61). Im Mittelpunkt stand aber Neuzugang Lonzo Ball, der zwar wenig Würfe traf, aber mit vielen guten Pässen sein Potenzial andeutete.

Bei seinem Preseason-Debüt kam Ball auf fünf Punkte, acht Assists, sieben Rebounds und zwei Steals. Dabei verzichtete Ball oft darauf selbst zu werfen und versuchte durch kluge Pässe seine Teamkollegen miteinzuziehen.

"Lonzo hat die Gabe, dass er jeden auf dem Court zu einer Bedrohung machen kann", sagte Trainer Luke Walton. "Wir wollen, dass er ein bisschen aggressiver ist, wenn es darum geht, Punkte zu erzielen."

Balls Vater LaVar Ball ließ sich das Debüt seines Sohnes natürlich nicht entgehen und war vor Spielbeginn vor allem damit beschäftigt, Selfies und Autogramme zu geben.

"Wir machen genau das, was wir machen sollen", sagte der Ball-Vater über die ihm geschenkte Aufmerksamkeit. "Willkommen zur Ball-Ära. Jeder kommt zur Ball-Ära."

Auch sein Sohn war mit seinem Auftritt zufrieden: "Es hat sich toll angefühlt, wenn die Fans meinen Namen gerufen haben", sagte der Point Guard.