Nach Nudeln und Sonnenblumenöl: Nachfrage nach Reis steigt

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Im Zuge des Ukraine-Kriegs kam es zu einer erhöhten Nachfrage bei Nudeln und Pflanzenöl. Jetzt steigt auch die Nachfrage bei dem nächsten Produkt: Reis.

Es wird leer in den Regalen: Jetzt steigt auch die Nachfrage nach Reis
Es wird leer in den Regalen: Jetzt steigt auch die Nachfrage nach Reis. (Bild: Business Insider)

Der Ukraine-Krieg, der mittlerweile mehr als 50 Tage anhält, sorgt weiterhin für leere Regale in den Supermärkten. Sonnenblumenöl, Mehl und Nudeln waren in den vergangenen Wochen besonders gefragt. Grund sind unter anderem Hamsterkäufe, aber auch Versorgungsengpässe aufgrund des Kriegs.

51 Prozent des auf dem Weltmarkt zur Verfügung stehenden Sonnenblumenöls kommen beispielsweise aus der Ukraine. Zu ganzen 94 Prozent deckt Deutschland seinen Sonnenblumenöl-Bedarf aus der Ukraine, schrieb die Deutsche Presse-Agentur (DPA) und beruft sich auf den Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie (OVID). "Da kommt jetzt nichts mehr", sagte der Verband der DPA vor einigen Wochen. Und auch die Vorräte reichten nur noch für wenige Wochen, so OVID.

Der nächste Trend steht in den Startlöchern

Auch die Nachfrage nach Reis steigt, wie unter anderem das "Manager Magazin" berichtete und sich dabei auf Daten des Marktforschungsinstituts IRI berief. Demnach sei die Nachfrage in der Woche vom 7. März um 74 Prozent im Vergleich zur Vorjahreswoche gestiegen. Dieser Trend scheint bis heute anzuhalten: Die Supermarktkette Globus teilte auf eine aktuelle Anfrage von "Business Insider" mit, dass sie eine erhöhte Nachfrage nach Reis habe feststellen können. Für Rationierungen aber, also eine Ausgabeobergrenze an Kund*innen, sehe das Unternehmen keinen Anlass.

Warum Reis jetzt verstärkt nachgefragt wird, ist unklar. Einige spekulieren, dass es sich um ein Ausweichprodukt handele, wenn keine Nudeln im Supermarkt vorrätig sind, oder mutmaßen, dass es einen Zusammenhang mit der Einkaufsliste des Bundesamts für Bevölkerungsschutz gebe. Auf der Liste für Notfälle steht neben Wasser und Milchprodukten auch Reis. Klar ist aber: Der Grund ist nicht der Ort der Produktion. Die größten Produzenten von Reis sind China und Indien – auf die beiden Länder hat der Krieg bisher wenig Auswirkungen.

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