NSU-Drama : "Aus dem Nichts" geht ins Rennen um den Auslands-Oscar

Nominiert: Regisseur Fatih Akin

Heute feiert Fatih Akin seinen 44. Geburtstag. Gefeiert hat er aber schon gestern. Sein NSU-Drama wurde am Donnerstag als deutscher Beitrag ins Rennen um den Auslands-Oscar geschickt. "Das ist doch ein schönes Geburtstagsgeschenk vorweg", meinte der Filmregisseur. Zwei Tage lang hatte eine neunköpfige Jury über insgesamt elf Kandidaten diskutiert. Akins Film stand dabei von Anfang an hoch im Kurs, behandelt er doch ein brandaktuelles Thema auf sehr persönliche Art, aus der Perspektive einer Frau, die bei einem Anschlag ihre Familie verliert. Im Mai wurde Akin dafür auf dem Filmfestival von Cannes gefeiert und Diane Kruger – die damit, kurios genug, ihre erste Hauptrolle in einem deutschen Film spielte – als beste Schauspielerin ausgezeichnet. In den USA ist die gebürtige Hildesheimerin ein noch größerer Star als bei uns – auch das dürfte die Oscar-Chancen erhöhen.

Jede Filmnation darf bei den Oscars in der Sparte Bester nicht-englischsprachiger Film einen Kandidaten küren. Im vergangenen Jahr wurden 85 Filme eingereicht. Am Ende entscheidet dann die Academy in Hollywood, welche fünf nominiert werden. Das wird allerdings erst am 23. Januar bekannt gegeben. So lange heißt es nun erst mal bangen und hoffen.

Dieses Jahr war "Toni Erdmann" der Berliner Filmemacherin Maren Ade nominiert, unterlag am Ende aber gegen "The Salesman" aus dem Iran. Davor schaffte es viele Jahre kein deutscher Kandidat, nominiert zu werden, weder "Im Labyrinth des Schweigens" (2016) noch "Die geliebten Sch...

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