Kölns Polizeipräsident geht: Jürgen Mathies wird Staatssekretär unter Armin Laschet

Der Nachfolger Mathies' steht nocht nicht fest.

Er hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht – so viel wird deutlich, wenn man den ausführlichen Brief liest, den Polizeipräsident Jürgen Mathies heute Vormittag an seine knapp 5000 Mitarbeiter bei der Polizei Köln geschrieben hat. „Wenn Sie diese Zeilen lesen“, beginnt der Brief im Intranet, „haben Sie möglicherweise schon gehört, dass ich unsere Behörde verlassen werde.“ Die Bitte von Armin Laschet, als Staatssekretär ins Innenministerium zu wechseln, nehme er als Zeichen persönlicher Wertschätzung wahr, schreibt Mathies und spricht seinen Mitarbeitern noch im selben Satz ein großes Lob aus: Die Bitte hänge „unmittelbar mit Ihrer guten Arbeit in der Behörde zusammen“. Gemeinsam sei es gelungen, seit Januar 2016 das Bild der Polizei in Köln und Leverkusen „außerordentlich positiv“ zu gestalten.

Dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagte Mathies: „Ich spüre jetzt Abschiedsschmerz“. Die Zusammenarbeit und die persönlichen Begegnungen mit den Beamtinnen und Beamten der Kölner Polizei, aber auch die zahlreichen Gespräche mit Menschen aus der Kölner Bevölkerung hätten ihm „sehr viel Freude“ gemacht. Er habe sehr viele Rückmeldungen erhalten, in denen es hieß, dass sich die Menschen wieder sicherer fühlten, schreibt der 56-Jährige in dem Abschiedsbrief an seine Mitarbeiter: „Das ist ein außerordentlicher Erfolg, für den wir gemeinsam hart gearbeitet haben, auf den wir aber vor allem auch stolz sein können.“ In einer öffentlichen Stellungnahme ergänzte Mathies: „Köln ist der Inbegriff für Weltoffenheit und Toleranz. Diese Eigenschaften und Freiheiten können aber nur dann Bestand haben, wenn sie in Sicherheit gelebt werden können. Ich hoffe, dass ich dazu meinen Beitrag geleistet habe.“

Nachfolger noch nicht bekannt

Ein Hauch von Wehmut ist am Donnerstagmittag auch im Polizeipräsidium zu spüren. Bei den Beamten und Angestellten galt Mathies als beliebter Chef. In seinen 18 Monaten in Köln hatte er sich vor allem immer wieder gegen die zunehmende Respektlosigkeit und steigende Gewalt gegenüber Polizeibeamten stark gemacht. Im Dienst verletzten Beamten sicherte er die volle Rückendeckung der Behörde zu. Und auch das thematisiert er in seinem Abschiedsschreiben an die Mitarbeiter. Er sei überzeugt, dass die eingeleiteten Maßnahmen wirken werden, „nämlich Ihnen allen eine gute und unmittelbare Unterstützung anzubieten“.

Als Staatssekretär wird Jürgen Mathies künftig vor allem für den Bereich Innere Sicherheit im Land zuständig sein. Es gehe in den nächsten Jahren darum, die Polizei NRW fortzuentwickeln, schreibt Mathies und verspricht seinen ehemaligen Kollegen im Polizeipräsidium: „Dabei werde ich Köln und Leverkusen, „mein“ Polizeipräsidium Köln und Sie alle ganz besonders im Auge behalten.“ Seine neue Stelle in Düsseldorf wird Mathies schon in der kommenden Woche antreten.

Wer ihm als Polizeipräsident nachfolgt, ist noch nicht geklärt. Vorerst rückt der stellvertretende Behördenchef Manuel Kamp an die Spitze des größten Polizeipräsidiums in Nordrhein-Westfalen.  

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