Novum des Tages: Platzverweis nach Videobeweis

SID
Novum des Tages: Platzverweis nach Videobeweis

Für Christian Streich war die Sache klar. "Ich habe die Szene gesehen. Die Rote Karte war in Ordnung", sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg über den Platzverweis seines Spielers Yoric Ravet beim 0:0 gegen Borussia Dortmund. Schiedsrichter Benjamin Cortus (Rothenbach) war sich da zunächst nicht so sicher.
Der Unparteiische zückte nach Ravets rüdem Foul an BVB-Kapitän Marcel Schmelzer, der dabei verletzt wurde, die Gelbe Karte. Erst nach Absprache mit dem Videoassistenten in Köln revidierte er seine Entscheidung und zückte glatt Rot (29.). "Es war kein rücksichtsloses, sondern ein gesundheitsgefährdendes Foul", so Cortus bei Sky.
Freiburg akzeptierte die Entscheidung. "Der Videobeweis wurde eingeführt, damit es gerechter wird. Und ich gehe davon aus, dass es so auch gerechter ist", sagte Streich, der mit dem SC in den bisherigen drei Bundesligaspielen schon zweimal betroffen war. Beim 0:0 gegen Eintracht Frankfurt war ein Freiburger Tor wegen einer Abseitsstellung nachträglich nicht anerkannt worden.
"Beide Situationen wurden richtig beurteilt", sagte Streich und betonte: "Ein Jahr abwarten, draufschauen und dann entscheiden", ob die neue Technik hilft, oder nicht. "Das Spiel ist anders. Nicht besser oder schlechter, anders", sagte der Coach: "Ich gehe davon aus, dass so weniger falsche Entscheidungen getroffen werden."