Novo Nordisk: Mit Kooperation in Richtung Telemedizin?

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
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Die Aktie von Novo Nordisk (WKN: A1XA8R) hält sich weiterhin wacker. Auch in Zeiten von COVID-19 haben die Anteilsscheine jedenfalls operativ abgeliefert. Ein moderater Wachstumskurs hat sich zumindest innerhalb der ersten neun Monate des letzten Geschäftsjahres weiter fortgesetzt.

Das Unternehmen Novo Nordisk ist dabei in einem starken Markt aktiv. Die Anzahl der an Diabetes erkrankten Personen nimmt global gesehen weiter zu. Das heißt, hier lauert womöglich ein Markt mit stetigem moderaten Wachstum.

Jetzt könnten die Dänen allerdings vor einer aufregenden Reise stehen. Ja, möglicherweise sogar in den Markt der Telemedizin eindringen. Lass uns im Folgenden einmal schauen, was das Unternehmen mit einem starken Kooperationspartner plant.

Novo Nordisk: Mit Zur Rose Richtung Telemedizin

Wie zum Beginn der neuen Woche bekannt geworden ist, wird Novo Nordisk künftig mit einem spannenden DACH-Unternehmen kooperieren: nämlich Zur Rose (WKN: A0Q6J0). Hinter diesem Namen versteckt sich einer der führenden Anbieter, um digital Arzneimittel zu bekommen. Unter anderem Doc Morris gehört so beispielsweise zu dem Konzern.

Gemeinsam mit Novo Nordisk möchte man künftig jedoch einen anderen Markt aufmischen: den der digitalen Gesundheitsdienstleistungen. Zusammen wollen die Unternehmen eine Plattform kreieren, auf der Patienten mit Adipositas Informationen und Behandlungsdaten bekommen können. Durchaus ein cleverer Schritt.

Novo Nordisk ist im Nebengeschäft bereits im Adipositas-Segment vertreten. Auch mit der Reihe der Semaglutide setzt das Management auf das Nebenziel der Gewichtsreduktion. Zumindest in den klinischen Tests konnte dieses Ziel statistisch relevant nachgewiesen werden.

Die Dänen dürften daher das Know-how liefern, Zur Rose möglicherweise eine attraktive digitale Nutzerbasis. Immerhin kann das Netzwerk auf 9,8 Mio. potenzielle Nutzer dieser Plattform zurückgreifen. Das könnte eine spannende Chance schaffen.

Randbereich der Telemedizin …

Novo Nordisk wird mit dieser Kooperation nicht direkt in den Markt der Telemedizin eintreten. Hinter diesem Begriff versteckt sich schließlich ganz klassisch das Konsultieren eines Arztes mithilfe eines Bildschirmes. Allerdings geht auch das Abrufen von Informationen, Daten und Behandlungsweisen in eine ähnliche Richtung. Zur Rose hat schließlich das Ziel erklärt, dass man möchte, dass langfristig Patienten mit einem Klick ihre Gesundheitsdaten managen können.

Die Zukunft gehört entsprechend der Digitalisierung. Das lässt sich auch im medizinischen und pharmazeutischen Bereich erkennen. Entsprechend ist es positiv zu werten, dass Novo Nordisk bereits jetzt und frühzeitig diesen Schritt geht, um sich in diesem Markt zu rüsten. Sowie gemeinsam mit einem starken Partner, der bereits ein solides Netzwerk liefert.

Novo Nordisk: Nicht deshalb kaufen!

Novo Nordisk ist trotzdem ein gigantischer und führender Konzern im Bereich des Diabetes beziehungsweise der Behandlungsmöglichkeiten. Das heißt, dass diese Kooperation eher begrenzte operative Auswirkungen haben wird. Mittelfristig dürften zumindest andere Produkte und Dienstleistungen das Wachstum beeinflussen.

Perspektivisch ist es jedoch hervorragend, dass Novo Nordisk bereit ist, neue Wege zu gehen. Das könnte den künftigen Wachstumskurs festigen. Entsprechend sind diese Nachrichten definitiv positiv zu werten.

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Vincent besitzt Aktien von Novo Nordisk. The Motley Fool empfiehlt Novo Nordisk.

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