Novartis im großen Analystencheck: Aktie gelingt massives Kaufsignal

Michel Doepke
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Dividenden-Liebling Novartis stößt Teil von Generika-Geschäft ab – Aktie unter Druck

Nach den Zahlen haben die Analysten eine frische Einschätzung zum Pharma-Konzern Novartis abgegeben. Die Reaktion auf die Ergebnisse im zweiten Quartal fällt durchweg positiv aus. Derweil nimmt die Novartis-Aktie Schwung auf und hat die wichtige 200-Tage-Linie von unten nach oben durchbrochen – ein starkes Kaufsignal.

Jefferies und Oddo BHF optimistisch

Den fairen Wert für die Papiere von Novartis beziffert Jefferies-Analyst Ian Hilliker unverändert auf 100 Schweizer Franken, sein Votum "Buy" hat er bestätigt. Die Umsätze der Medikamente Cosentyx und Entresto haben laut Hilliker die Erwartungen übertroffen. Zudem sei die Augenheil-Sparte Alcon zum sechsten Quartal in Folge gewachsen.

Auch die Investmentbank Oddo BHF hat die Novartis-Aktie auf "Buy" mit einem Zielkurs von 97 Franken belassen. Die Zahlen lägen im Rahmen seiner Prognosen. Analyst Pierre Corby empfiehlt dem Schweizer Pharma-Unternehmen, sein unter Preisdruck stehendes US-Generika-Geschäft zu verkaufen.

Goldman und Berenberg verhaltener

Goldman Sachs hingegen hält an der Einschätzung "Neutral" mit einem Kursziel von 86 Franken fest. Novartis habe eine gute Ergebnisqualität und bei den wichtigsten Produkten besser abgeschnitten als gedacht, so Goldman-Analyst Keyur Parekh. Dennoch hält er an seinem bisherigen Votum fest.

Gleiches gilt für Laura Sutcliffe von der Privatbank Berenberg: Den fairen Wert taxiert die Analystin auf 90 Franken, stuft den Pharma-Konzern jedoch unverändert mit "Hold" ein, obwohl der Umsatz von Pharma-Konzern um zwei Prozent besser ausgefallen sei.

Defensiv ist wieder "in"

Starke Pipeline-News und die erfreulichen Zahlen zum zweiten Quartal haben den Knoten bei den Papieren von Novartis endlich platzen lassen. Der Sprung über den langfristigen Trend in Form der 200-Tage-Linie hat die Aktie geschafft. Damit wurde ein starkes Kaufsignal generiert.