Novartis: Doppelschlag in Europa – die Aufholjagd geht weiter

Michel Doepke
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Dividenden-Liebling Novartis stößt Teil von Generika-Geschäft ab – Aktie unter Druck

Der positive Newsflow bei Novartis reißt nicht ab: Für das Biosimilar Hyrimoz, welches das umsatzstärkste Medikament der Welt namens Humira nachbildet, konnten die Schweizer die EU-Zulassung erhalten. Und auch im Zulassungsprozess für eine Kombinationstherapie aus Tafinlar/Mekinist bei Hautkrebs macht Novartis Fortschritte. Damit sollte die gestartete Aufholjagd bei der Aktie weiter gehen.

Kopie von Mega-Blockbuster

Mit der Zulassung von Hyrimoz nimmt die Novartis-Division Sandoz einen Milliardenmarkt ins Visier. Denn das Biosimilar ahmt Humira (Adalimumab) von AbbVie nach. Dabei handelt es sich um ein Medikament zur Behandlung von Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis, welches dem US-Konkurrenten in diesem Jahr gut 20 Milliarden Dollar (!) in die Kasse spülen soll. Fortan will Novartis dem Mega-Blockbuster in Europa die Umsätze streitig machen. Dass es grünes Licht von der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) gibt, galt bereits als ausgemachte Sache. Denn Anfang Juni erhielt der Schweizer Pharma-Konzern bereits die positive Empfehlung des zuständigen Medikamentenausschusses (kurz CHMP).

Kombi-Therapie vor Zulassung

In der Regel folgt die EMA dem Votum des Ausschusses CHMP. Daher sollte auch die EU-Zulassung von Tafinlar/Mekinist gegen eine spezielle Hautkrebsform nur noch eine reine Formsache darstellen. Am Freitag teilte Novartis mit, eine positive Empfehlung erhalten zu haben. Die Basis für das Votum bildete eine Phase-3-Studie, bei der Novartis die Vorteile der Kombi-Therapie gegenüber einem Placebo demonstrierte.

Basisinvestment

Starke Zahlen und der geplante Börsengang der Division Alcon haben die Novartis-Aktie aus der Lethargie befreit. Bei anhaltend positiven Newsflow sollten die Papiere weiteren Boden gut machen und das Jahreshoch in Angriff nehmen. Pharma-Basisinvestment!