Wie Norwegen mit Unterwasser-Drohnen gegen die Verschmutzung der Meere kämpft

Uschi Jonas
  • Plastik vermüllt die Weltmeere – auch Norwegen hat mit diesem Problem zu kämpfen
  • Mit Hilfe von Unterwasserdrohnen will das Land jetzt dagegen vorgehen

Seit Jahrzehnten warnen Umweltschützer davor, dass wir unsere Ozeane immer stärker mit Müll belasten. Tiere und Pflanzen leider unter der Verschmutzung – und auch der Mensch nimmt zum Beispiel über das Trinkwasser winzige Plastikpartikel auf.

Jeden Tag ersticken Meerestiere an Plastikmüll oder verheddern sich darin und verenden qualvoll. 100.000 Meeressäuger und eine Million Meeresvögel sterben jedes Jahr durch Plastikmüll, wie der NABU berichtet.

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► So lag auch am Strand von Oslo im Januar ein toter Delfin. Qualvoll verendet, eingehüllt in Plastik.

Unterwasser-Drohnen spüren Müll am Meeresgrund auf

Das hat Norwegen jetzt zum Anlass genommen, um zu handeln. Mithilfe von Unterwasser-Drohnen soll das Meer von Müll befreit werden.

► Die Drohnen sollen dann den Müll aufspüren, Taucher sammeln ihn vom Meeresgrund auf. Vor allem “Müllinseln” sollen damit lokalisiert werden, sagt Svein Olav Lunde, der Technik-Chef des Osloer Hafens.

Damit wird Oslo der erste Hafen auf der Welt sein, der Unterwasserdrohnen einsetzt, um gegen die Vermüllung vorzugehen.

Das Problem ist drängend. Laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) treiben auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche bis zu 18.000 Plastikteile unterschiedlichster Größe, der World Wide Fund For Nature (WWF) spricht sogar von bis zu 46.000. Und das ist nur der sichtbare Teil des Mülls. Denn über 70 Prozent des Plastiks sinkt auf den Meeresboden.  

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