Norwegen: 50 Millionen Dollar weniger für den Regenwald

Über eine Milliarde Dollar – so viel Geld hat Norwegen seit 2008 in den Schutz des Regenwalds in Brasilien investiert. Im letzten Jahr waren es 100 Millionen. Mit dem Geld sollten vor allem Kleinbauern von der massiven Abholzung abgebracht werden.

Doch wirklich aufgegangen ist der Plan nicht. Statistisch gesehen verschwinden am Amazonas noch immer Waldflächen, die der Größe von zwei Fußballfeldern entsprechen – pro Minute. Deshalb kündigte die norwegische Regierung jetzt an, den Druck auf die Brasiliens Politiker zu erhöhen und die Zahlungen 2017 um die Hälfte auf 50 Millionen Dollar zu kürzen.

Im Kampf gegen die Abholzung ist Norwegen internationaler Vorreiter. Investiert wird ein Teil des Geldes, das durch die Ausbeutung der Öl- und Gasfelder des Landes erwirtschaftet wurde. Und diese birgt wiederum ihre eigenen Gefahren für die Umwelt.

#Norway threatens to cancel its $1 billion aid to the #Amazon rain forest due to the rising destruction by #Brazil:https://t.co/TBi2DkMaC6— ODay Al-Quds (@ODayAlQuds) 23. Juni 2017