Northern Data fällt weiter nach neuen Details zur Strafanzeige

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(Bloomberg) -- Die Aktien des Bitcoin-Miners Northern Data AG weiteten ihre Verluste aus, nachdem die Frankfurter Staatsanwaltschaft mitteilte, bei der Strafanzeige der Bafin gehe es um eine mutmaßlich “irreführende” Mitteilung des Unternehmens.

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Die Aktie brach am Montag abermals um bis zu 19% ein, nachdem sie am Freitag bereits 21% niedriger geschlossen hatte. Die Bafin hatte bestätigt, Personen bei dem Unternehmen wegen des Verdachts auf Marktmanipulation angezeigt zu haben, hatte aber keine weiteren Details genannt.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft erklärte am Montag, die Bafin-Anzeige betreffe eine Adhoc-Mitteilung vom November 2019, wollte aber “aus ermittlungstaktischen Gründen” keine weiteren Angaben machen. Northern Data reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Im November 2019 veröffentlichte Northern Data, die damals noch als Northern Bitcoin AG firmierte, drei Adhoc-Meldungen. Am 3. November gab das Unternehmen bekannt, “strategische Akquisitionen” zur Expansion zu erwägen; an den folgenden Tagen bewegte sich die Aktie kaum. Am 18. November wurde nach Börsenschluss der Zusammenschluss mit Bitcoin-Miners Whinstone US, Inc. gemeldet - am nächsten Tag kletterte die Aktie um 51% und einen weiteren Tag später nochmals um 42%.

Northern Data erholten sich im Laufe des Montagvormittags etwas und handelten um 11.23 Uhr auf Xetra noch 8,4% niedriger bei 53,60 Euro. Die Marktkapitalisierung beträgt bei diesem Level rund 900 Millionen Euro.

Überschrift des Artikels im Original:Northern Data Tumbles as German Prosecutor Reviews Disclosure

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