Norris crasht, Verstappen wird zum "Doppelsieger" im Sim-Racing

Stefan Ehlen

Max Verstappen ist nicht zu stoppen: Der Formel-1-Fahrer aus den Niederlanden hat sich bei der zweiten Saisonstation der E-Sport-Serie von Team Redline im virtuellen Barcelona klar gegen seine große Konkurrenz durchgesetzt. Verstappen gewann beide Läufe über je zwölf Runden mit deutlichem Vorsprung und bleibt damit Tabellenführer - nach drei Siegen in bisher vier Rennen.

Im Gegensatz zur Auftaktveranstaltung in Spa-Francorchamps, wo mit Formel-3-Autos gefahren worden war, gingen die 45 Profi-Fahrer in Barcelona mit GTE-Sportwagen auf die simulierte Strecke. Als Plattform diente erneut iRacing.

Verstappen hatte dabei leichtes Spiel: Er dominierte beide Rennen von der Spitze aus und geriet über die kompletten Distanzen nie in Gefahr.

Norris crasht und startet Aufholjagd

Weniger erfolgreich lief die Veranstaltung indes für Verstappens Formel-1-Kollegen Lando Norris, der ebenfalls aus Reihe eins gekommen war: Nachdem Norris in Spa mit Verstappen kollidiert war, gab es nun gleich in der Startrunde des ersten Rennens einen Unfall zwischen Norris und Ayhancan Güven, der beide zurückwarf.

Verstappen ganz vorne: So nahe kamen ihm die Konkurrenten danach nicht mehr

Verstappen ganz vorne: So nahe kamen ihm die Konkurrenten danach nicht mehr Team Redline (YouTube)

Team Redline (YouTube)

Punkt für Fairness: Norris ließ sich nach der von ihm verschuldeten Berührung hinter Güven zurückfallen, ehe er eine Aufholjagd startete. Am Ende reichte es für ihn noch zu Platz vier hinter Verstappen, Porsche-Profi Larry ten Voorde und Ex-DTM-Fahrer Daniel Juncadella.

Das zweite Rennen sah weitgehend die gleichen Protagonisten an der Spitze: Verstappen gewann erneut vor ten Voorde, während dieses Mal Güven den finalen Podestplatz eroberte.

Das nächste Rennen schon am Freitag

Norris war gar nicht mehr am Start: Seine Verbindung zum Server war getrennt worden, er fehlte somit im zweiten Rennen.

Die von Team Redline organisierte Sim-Racing-Meisterschaft sieht noch vier weitere Veranstaltungen vor, mit jeweils 30 Minuten Training, zwei Runden Qualifying und zwei Läufen über je 20 Minuten. Welche Fahrzeuge und Strecken verwendet werden, das erfahren die Teilnehmer sehr kurzfristig: nur fünf Minuten vor der Serveröffnung.

Fest steht bisher nur: Die dritte Saisonstation folgt am Freitagabend (27. März).

Mit Bildmaterial von Team Redline (YouTube).