Nordkoreanische Raketen schüren Angst in Japan

Nordkorea hat zu Testzwecken mehrere Raketen abgefeuert. Drei seien aufs offene Meer geschossen worden. Das meldet die südkoreanische Armee. Die Zündung einer ballistischen Interkontinentalrakete der Bauweise Hwasong-17 sei fehlgeschlagen, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap.

Kim Jun-rak, Sprecher des südkoreanischen Generalstabes, sagte: „Das wiederholte Abfeuern von Raketen durch Nordkorea ist eine ernsthafte Provokation, die nicht nur die Sicherheit und Stabilität der koreanischen Halbinsel, sondern auch die der ganzen Welt bedroht. Das stellt auch einen klaren Verstoß gegen eine Resolution des Weltsicherheitsrates dar. Wir verurteilen diese Handlungen aufs Schärfste und fordern Nordkorea auf, diese Handlungen unverzüglich einzustellen."

Kishida: „Empörend und nicht vertretbar"

Die japanische Armee meldete, eine der Raketen habe zunächst eine Flugbahn eingeschlagen, in deren Verlauf sie japanische Gebiete hätte überfliegen können. Dazu kam es aber nicht.

„Das Abfeuern von Raketen ist empörend und nicht vertretbar. Ich habe die Behörden angewiesen, den Schaden zu ermitteln und die japanische Öffentlichkeit in Kenntnis zu setzen", so der japanische Ministerpräsident Fumio Kishida.

Nordkorea hat seit Jahresbeginn rund 50 Raketen zu Probeflügen aufsteigen lassen. Zu Beginn der Woche begannen die südkoreanische und die US-Armee ein gemeinsames Manöver mit Beteiligung von mehr als 240 Kampfflugzeugen.