Nordkorea verurteilt jüngste US-Sanktionen als "Kriegshandlung"

Nordkorea hat die jüngsten US-Sanktionen als "Kriegshandlung" verurteilt. Das nordkoreanische Außenministerium drohte zugleich mit Vergeltung, sollten "die USA wirklich die Nerven haben, uns in 'grober' Weise zu konfrontieren"

Nordkorea hat die jüngsten US-Sanktionen als "Kriegshandlung" verurteilt. "Wie wir bereits wiederholt gesagt haben, sehen wir jede Beschränkung gegen uns als Kriegshandlung an", hieß es am Sonntag in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums. Das Ministerium drohte zugleich mit Vergeltung, sollten "die USA wirklich die Nerven haben", Nordkorea in "grober" Weise entgegenzutreten.

Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hatte das US-Finanzministerium am Freitag neue Sanktionen gegen Schiffe und Unternehmen angekündigt, die illegale Geschäfte mit Nordkorea gemacht haben sollen. Neben nordkoreanischen Unternehmen sind auch Firmen aus anderen Ländern betroffen, darunter China.

Die US-Regierung forderte den UN-Sicherheitsrat auf, ein weltweites Hafenverbot für 33 Schiffe zu verhängen und 27 Schifffahrts- und Handelsunternehmen auf die Sanktionsliste zu setzen.

Präsident Donald Trump sprach nach den am Freitag angekündigten Strafmaßnahmen von den "härtesten Sanktionen", die jemals gegen ein Land verhängt worden seien. Er drohte zudem, dass die USA "Phase zwei" einleiten würden, sollten die Sanktionen keinen Erfolg haben. Dies "könnte eine sehr grobe Sache" werden, sagte Trump, ohne nähere Angaben zu machen.

Das Außenministerium in Pjöngjang verwies am Sonntag auf "unsere eigene Atomwaffe - ein geschätztes Schwert der Gerechtigkeit, um uns vor solchen Drohungen der USA zu schützen".