Nordkorea-Konflikt: Wie dreist Kim Jong-un Donald Trump vorführt

Josh Groeneveld

Der Nordkorea-Konflikt spitzt sich wieder zu. 

Nach dem historischen Treffen zwischen Kim Jong-un und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in sowie dem Gipfel zwischen Nordkoreas Diktator und US-Präsident Donald Trump schien der Weg zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zumindest auf dem Papier frei. 

Doch die vergangene Woche hat gezeigt: Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Atomkonfliktes waren verfrüht. Vielmehr verschärft sich gerade die Haltung des Kim-Regimes gegenüber den USA und dem Rest der Welt. 

Der nordkoreanische Diktator rüstet rhetorisch und militärisch auf. Welche Folgen das hat – auf den Punkt gebracht

Die Lage im Nordkorea-Konflikt: 

► In den vergangenen zwei Tagen weilte US-Außenminister Mike Pompeo in Pjöngjang, um mit Vertretern des Kim-Regimes Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm zu führen. 

► Pompeo sagte daraufhin, es sei in “fast allen zentralen Fragen” ein Fortschritt erzielt worden. Am 12. Juni würde ein neues Treffen stattfinden, die bisherigen Gespräche seien “sehr produktiv” gewesen.   

► Die Reaktion Nordkoreas unterschied sich deutlich von der des US-Ministers. Das Regime zeigte sich “enttäuscht” von den Gesprächen mit Pompeo. Die USA wollten Nordkorea bei der Denuklarisierung “räuberartig” betrügen. 

Das zeigt: Die Trump-Regierung und das Kim-Regime haben drastisch unterschiedliche Vorstellungen – und Verhandlungstaktiken – im Nordkorea-Konflikt. 

Mehr zum Thema: Wer den Nordkorea-Konflikt besser verstehen will, muss ein Wort kennen – “Jangmadang”

Was die USA von Nordkorea verlangen: 

► Die Vereinigten Staaten erwarten von Nordkorea eine komplette Abrüstung seines Atomprogramms und -arsenals. 

► Pompeo war nach Pjöngjang gereist, weil er einen Zeitplan mit dem Kim-Regime absprechen wollte, in dem diese Denuklearisierung stattfinden könnte. 

► Beim Gipfel mit Trump in Singapur vor drei Wochen hatte Kim seine...

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