Nordkorea, Irma, Euro - DAX vor schwieriger Handelswoche

Thomas Bergmann
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Jamaika am Ende - DAX-Hausse auch?

sich Nordkorea zum 69. Staatsgründungstag als "unbesiegbare Atommacht" gefeiert und zugleich indirekt mit weiteren Waffentests gedroht. Hurrikan "Irma" wird womöglich noch schlimmer als sein Vorgänger "Harvey" und der Euro hält sich weiter über 1,20 Dollar. Dies alles wird die Anleger in der nächsten Woche auf Trab halten.

Nordkorea-Konflikt im Fokus

Entgegen Befürchtungen der südkoreanischen Regierung, Diktator Kim Jong-un könne den Feiertag zum Anlass nehmen, militärische Stärke zu zeigen und weitere Raketen zu testen, blieb es zunächst ruhig. Doch sicher fühlen kann man sich deswegen noch lange nicht.

In Süden der USA bahnt sich Monster-Hurrikan "Irma" seinen Weg. 1,5 Millionen Menschen sind bereits ohne Strom, die Schäden werden gigantisch sein. Die Auswirkungen werden auch in der Wirtschaftsleistung des Landes zu spüren sein und den Druck auf den Dollar erhöhen.

Zurzeit müssen 1,2035 Dollar pro Euro auf den Tisch gelegt werden. Damit ist der Greenback etwas stärker als noch am Freitag, als er auf ein neues 2,5-Jahrestief gefallen war.

DAX am Widerstand

Das alles muss der DAX in der kommenden Woche verarbeiten. Technisch betrachtet schloss er am Freitag mit 12.303 Punkten exakt auf einer horizontalen Widerstandslinie (auf Schlusskursbasis). Damit wird diese Hürde noch ein Stückchen höher.

Voraussetzung für einen aus Anlegersicht schöneren Herbst wäre ein Anstieg über die Intraday-Hochs bei 12.340 Punkten beziehungsweise das alte Hoch bei 12.391 Zählern. Dann besteht die Möglichkeit, das Verlaufshoch im Bereich von 12.700 Punkten anzupeilen.

DER AKTIONÄR beobachtet die Situation zurzeit von der Seitenlinie aus, nachdem der DAX-Short mit der WKN DD0NJP mit einem kleinen Gewinn ausgestoppt wurde. Mehr zum DAX täglich bei DER AKTIONÄR TV sowie regelmäßig an dieser Stelle.