Nordex stürzt auf tiefsten Stand seit Sommer 2013 - Aktie wieder ausgestoppt

Martin Mrowka
1 / 2
Nordex mit tollen Quartalszahlen - und Siemens Gamesa meldet Großauftrag

Am Vortag sah es charttechnisch zeitweise noch recht gut aus bei der Nordex-Aktie. Das hat sich am Mittwoch nun dramatisch verschlechtert. Der Windkraft-Wert stürzt zweistellig ab und ist damit im TecDAX heute zweitschlechtester Wert.

Die Analysten von Independent Research haben das Kursziel für Nordex nach den endgültigen Jahreszahlen auf 7,50 Euro gesenkt und ihre Einstufung "Verkaufen" bekräftigt. Der Geschäftsbericht für 2017 habe die vorläufigen Eckdaten bestätigt, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie. Das erstmals veröffentlichte Nettoergebnis des Herstellers von Windkraftanlagen sei aber deutlich schwächer als von ihm erwartet ausgefallen. Die Aussagen aus dem Nordex-Management über die Windkraft-Branche sorgten für weitere Skepsis. Diermeier revidierte seine Ergebnisprognosen (EPS) für 2018 und 2019 deutlich nach unten. Auch die Analysten von AlphaValue und Macquarie stuften Nordex herab.

Die Nordex-Aktie stürzt daraufhin am Mittwoch hemmungslos ab. Selbst das 2017er-Tief bei 7,09 Euro hielt als technische Unterstützung nicht. Bis auf 6,87 Euro rauschte der Wert nach unten - der tiefste Stand seit Sommer 2013. Auch die gestrige Hoffnung auf eine Trading-Chance erfüllte sich nicht. Der Titel wurde bei 7,05 Euro ausgestoppt.

Anleger warten nun eine Beruhigung und Bodenbildung ab. Solange das durch den Facebook-Crash zerstörte Vertrauen in Technologie-Werte nicht wieder hergestellt ist, muss auch Nordex an der Börse leiden. Die Hoffnung auf eine fundamentale Trendwende aufwärts bleibt längerfristig indes bestehen.