Nordex: Die Bären trauen ihren Augen nicht

Martin Mrowka
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Nordex: Konkurrenz legt gut vor

Die Nordex-Aktie versucht den Ausbruch. Nach den enttäuschenden Quartalszahlen vom Dienstag hatte der Windkraftanlagenbauer seinen Jahresausblick bestätigt. Aber mehr auch nicht. Fundamental ist der aktuelle Kursaufschwung der Nordex-Aktie nicht zu erklären.

Die Optimisten wollen es offenbar wissen und stellen sich gegen die Bären, die dem Hamburger Unternehmen noch keinen Turnaround zutrauen. Seit Dienstag strebt die Nordex-Aktie aufwärts. Nun konnte sogar die Widerstandszone zwischen 9,50 Euro und 10,00 Euro überwunden werden. Am Donnerstag notierte der TecDAX-Wert erstmals seit Januar wieder bei 10,81 Euro. Damals hatte die Windkraft-Aktie erstmals erfolglos versucht, die 200-Tage-Linie zu überwinden. Bei 11,69 Euro drehte der Wert wieder abwärts. In der Folge wurden dann sogar neue Tiefstkurse unter der 7-Euro-Marke markiert.

Aktie auf der Watchlist

Fundamental nichts Neues. Aber: Am Mittwoch-Abend war bekannt geworden, dass JPMorgan seine Netto-Leerverkaufspositionen bei Nordex weiter reduziert hat. Das reicht kurzfristig orientierten Anlegern offenbar, um einen schnellen Kauf zu tätigen. Für den AKTIONÄR bleibt Nordex auf der Beobachtungsliste. Denn wenn die Kurzfrist-Spekulanten wieder rausgehen, dürfte die Nordex-Aktie auch schnell wieder fallen. Erst wenn eine Stabilisierung des Geschäfts - vor allem in Deutschland - erkennbar ist, sollte ein längerfristig ausgerichteter Kauf lohnen.