Norddeutsche Bundesländer fordern mehr Hilfe für Offshore-Windbranche

dpa-AFX

CUXHAVEN (dpa-AFX) - Bessere Rahmenbedingungen für die Offshore-Windbranche haben Regierungsvertreter aus Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gefordert. Gemeinsam mit Vertretern einiger norddeutscher Städte und der Branche unterzeichneten sie am Montag ein Elf-Punkte-Papier mit dem Titel Cuxhavener Appell 2.0.

"Ohne die Nutzung der riesigen Potenziale in Nord- und Ostsee kann die Energiewende in Deutschland nicht gelingen", sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). "Die Bundesregierung muss jetzt handeln und die Rahmenbedingungen für einen zügigen Ausbau verbessern."

Schon 2013 war ein ähnlicher Appell formuliert worden. Damals hatten die Bundesländer unter anderem Bestandssicherheit für die Offshore-Projekte und Planungssicherheit gefordert.

Nun verlangen die Unterzeichner, die Potenziale der Offshore-Branche besser zu nutzen. Seit 2013 habe die Offshore-Windenergie rasante Fortschritte gemacht, hieß es.

Zu den jüngsten Forderungen gehört unter anderem, den Deckel für den Ausbau der Offshore-Windenergie anzuheben. "Wir brauchen einen stärkeren Ausbau der Windkraft, um die Klimaschutzziele zu erreichen, aber auch um Beschäftigung und Standorte in Deutschland zu sichern", sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, nach der Unterzeichnung.