Norbert Himmler wird neuer ZDF-Intendant

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Norbert Himmler wird neuer ZDF-Intendant
Dr. Norbert Himmler wurde zum neuen ZDF-Intendanten gewählt. (Bild: ZDF / Markus Hintzen)
Dr. Norbert Himmler wurde zum neuen ZDF-Intendanten gewählt. (Bild: ZDF / Markus Hintzen)

Das ZDF hat einen Nachfolger für den scheidenden Intendanten Thomas Bellut (66) gefunden: Die Fernsehratsmitglieder entschieden sich im dritten Wahlgang für den Favoriten Norbert Himmler (50). Nachdem die Mitbewerberin, die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios Tina Hassel (57), in den ersten beiden Wahldurchgängen überraschend nur wenige Stimmen hinter Himmler lag, zog sie ihre Kandidatur dennoch zurück.

"Ich möchte im Sinne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und eines starken ZDF, dass aus einer kleinen Mehrheit eine große Mehrheit wird - dass sie alle für Herrn Dr. Himmler stimmen werden", sagte Hassel zu ihrem Rückzug. Sie selbst reite mit "sehr erhobenem Haupte hier vom Hofe". In der entscheidenden Wahl kam Himmler dann auf 57 von 60 Stimmen und wird somit ab März kommenden Jahres die Geschicke des Senders für mindestens fünf Jahre übernehmen.

Die Vorsitzende des Fernsehrates, Marlehn Thieme, begrüßte das klare Votum. "Ich freue mich, dass wir einen versierten Programmgestalter und herausragenden Manager mit der Leitung des ZDF betrauen", sagte sie unmittelbar nach der Wahl.

Norbert Himmler seit vielen Jahren beim ZDF

Der gebürtige Mainzer Norbert Himmler ist seit 2012 Programmdirektor des Zweiten Deutschen Fernsehens. Der Sohn eines Polizisten und einer Apothekerin studierte Germanistik und Politikwissenschaften und promovierte an der LMU München mit einer Analyse der britischen Außenpolitik. Bereits während seines Studiums arbeitete er als Aushilfe für das ZDF. Nach Stationen in der "heute"-Redaktion, beim "Länderspiegel" und als Planungsredakteur wurde er auf Vorschlag Belluts schließlich Programmdirektor.

Dr. Thomas Bellut kündigte hingegen bereits im März 2021 an, nicht für eine weitere Amtszeit als ZDF-Intendant zur Verfügung zu stehen. In einer Erklärung gab er als Grund an, dass für ihn nach 40 Jahren im Mediengeschäft die Zeit für einen "neuen Lebensabschnitt" gekommen sei.

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