Nonne stirbt bei Gerichtsprozess gegen Katy Perry

Die Sängerin Katy Perry will ein Kloster in ein Wohnhaus umbauen lassen. (Bild: Getty Images)

Eine Erzdiözese will ein Kloster an Katy Perry verkaufen. Einige Nonnen wehren sich dagegen vor Gericht. Nun ist eine der Nonnen während der Verhandlung gestorben.

Mitten in einer Anhörung vor Gericht tat Schwester Catherine Rose Holzman ihren letzten Atemzug. Die 89 Jahre alte Nonne kämpfte seit Jahren auf juristischem Wege gegen Popsängerin Katy Perry. Der Superstar will nämlich ein Kloster kaufen, in dem Holzman noch bis vor einigen Jahren mit anderen Nonnen gelebt hatte.

Kurz vor der Anhörung am Freitag, bei der Holzman ums Leben kam, richtete sie in einem TV-Interview mit dem Sender KTTV noch einen letzten Appell an den Superstar: „Zu Katy Perry sage ich: Bitte hören Sie auf!“ Im Jahr 2014 versuchte die „Roar“-Sängerin zum ersten Mal den Konvent zu erstehen – für eine Summe von 14,5 Millionen Dollar (heute 11,8 Millionen Euro).

Die Nonnen Catherine Rose Holzman (links), Rita Callanan (Mitte) und die Geschäftsfrau Dana Hollister im Juli 2015 vor einer Gerichtsanhörung. (Bild: AP Photos)

Wem das drei Hektar große Grundstück in Los Angeles gehört, in dem bis vor einigen Jahren die Nonnen des Orden „Sisters of the Most Holy and Immaculate Heart of the Blessed Virgin Mary“ wohnten, ist allerdings umstritten. Die Nonnen behaupten, die Immobilie gehöre ihnen. Daher dürften auch sie entscheiden, an wen das Grundstück verkauft werde. Katy Perry wollen die Nonnen nicht als Nachfolgerin wissen, denn die „versinnbildliche alles, woran wir nicht glauben“, sagte Holzman einst in einem Interview mit dem Musikmagazin „Billboard“.


Die Erzdiözese hingegen will das unbewohnte und leerstehende Kloster sehr wohl an Katy Perry verkaufen. Schwester Catherine Rose Holzman und ihre Gefährtinnen hat dies allerdings nicht davon abgehalten, einer anderen Kaufinteressentin bereits zuzusagen: Der Restauratorin Dana Hollister. 2015 handelten die Schwestern mit der Geschäftsfrau, die das Kloster in ein Hotel umwandeln wollte, einen Deal in Höhe von lediglich 44.000 Dollar aus. Die Erzdiözese intervenierte, ein Gericht erklärte den Kauf später für ungültig. Die Unternehmerin musste dem Erzbistum Los Angeles und Katy Perry daraufhin insgesamt fünf Millionen Dollar Anwaltskosten zahlen.

Aus dieser Immobilie will Katy Perry eine Luxus-Villa machen. (Bild: AP Photos)

Die Sängerin hat sich bisher nicht zu dem Zwischenfall geäußert. Perry, deren Eltern Pastoren in einer Pfingstgemeinde sind, wurde religiös erzogen, wandte sich aber später vom christlichen Glauben ab. In dem Kloster, das sie erweben will, möchte sie laut einem Bericht des Online-Portals „The Daily Beast“ im Garten meditieren, grünen Tee trinken und sich selbst finden.