Nolte gewinnt Heimrennen in Winterberg

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Nolte gewinnt Heimrennen in Winterberg
Nolte gewinnt Heimrennen in Winterberg

Die WM-Dritte Laura Nolte hat auch den Bob-Weltcup auf ihrer Heimbahn in Winterberg gewonnen und damit weiter Chancen auf ihren ersten Gesamtsieg.

Die 23-Jährige setzte sich am Sonntag mit Anschieberin Deborah Levi durch, Vizeweltmeisterin Kim Kalicki (Wiesbaden) sorgte mit Leonie Fiebig für einen deutschen Doppelsieg. Für die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries (USA) reichte es zum dritten Platz.

"Der Gesamtweltcup ist aber nicht das Wichtigste in diesem Jahr", sagte Nolte, "er ist sogar sehr unwichtig. Es geht für uns um die Olympiamedaille." Bei den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) zählt sie zu den großen Favoritinnen.

Nolte gilt mit 23 Jahren im Bobsport noch als Juniorin, vor ziemlich genau zwei Jahren betrat sie erstmals die Weltcupbühne. In 17 Rennen fuhr sie seither zwölfmal aufs Podest, elfmal landete sie auf den Rängen eins oder zwei. Vor Olympia steht nur noch das Weltcupfinale in St. Moritz am kommenden Wochenende auf dem Programm.

Dort kann Nolte erstmals die Kristallkugel gewinnen: Elana Meyers Taylor (USA/1321 Punkte) führt das Klassement an, Nolte (1286) ist aber in Schlagdistanz. Meyers Taylor liegt momentan vor allem deshalb in Führung, weil die deutschen Pilotinnen kurz nach dem Jahreswechsel den Weltcup in Sigulda ausgelassen hatten. Die Amerikanerin konnte damit an Nolte vorbeiziehen.

Schwierige Bedingungen für Jamanka und Burghardt

Olympiasiegerin Mariama Jamanka (Oberhof) enttäuschte mit Anschieberin Alexandra Burghardt als Neunte bei schwierigen Bedingungen. Wegen starken Schneefalls musste der Start der Rennen um 90 Minuten verschoben werden.

Bemerkenswert war erneut das Ergebnis des besten chinesischen Bobs. Für die Olympia-Gastgeber, die in der Eisrinne zuvor nie eine echte Rolle spielten, war Huai Mingming am vergangenen Wochenende in Sigulda auf Rang vier gefahren. In Winterberg schaffte sie es nun auf Rangs sechs. Auf der neuen Bahn im Yanqing Sliding Center nahe Peking werden die chinesischen Schlitten einen nicht zu unterschätzenden Heimvorteil haben.

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